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“wie, wenn man so gut wie jedes sich anbietende Sinnhafte, etwa die sich ergebenden Motive, als etwas annimmt, das im Gedicht Folgen haben soll”: In seinem Vortrag zeigt Franz Josef Czernin Schritt für Schritt, wie ein Gedicht unter den 
Bedingungen entsteht, die sich für ihn dabei nahelegen: »Wie, wenn man so gut wie jede 
Konstellation von im Entstehen begriffenen Lauten, Silben, Buchstaben, Wörtern, allgemeiner: 
von sprachlichen Zeichen, als potentiell sinnträchtig oder sinnerzeugend hört und sieht? Und 
wie, wenn man so gut wie jedes sich anbietende Sinnhafte, etwa die sich ergebenden Motive, als 
etwas annimmt, das im Gedicht Folgen haben soll, als eine Verpflichtung also, der im Gedicht 
insgesamt nachzukommen wäre (so ähnlich wie bestimmte musikalische Kompositions- 
traditionen verlangen, das jedes sich ergebende Motiv ›verarbeitet‹ wird.)? 
Nichts geschieht voraussetzungs- oder hintergrundlos. So soll auch mein Bild des Entstehens 
eines Gedichts mit Reflexionen zu bestimmten poetologischen, literaturhistorischen und 
sprachphilosophischen Hintergründen verbunden sein, die vielleicht verständlich machen 
können, warum ich beim Verfassen von Gedichten so und nicht anders vorgehe.«

 

© Adriana Czernin

© Adriana Czernin

Einführung: Maren Jäger, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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