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Vladimir Zarev (geboren 1947 in Sofia, wo er lebt), einer der großen europäischen Erzähler, liest aus seinem Roman „Familienbrand“ (Deuticke Verlag, 2009), ein Familienepos aus Bulgarien im 20. Jahrhundert – und ein „grandioses Werk“, wie die Presse schrieb, das „durch seine Fülle, sein Tempo, seine erzählerische Energie, das ornamentale Beiwerk und durch das ungebrochene Vertrauen in die Möglichkeit, eine Epoche in ihrer Totalität literarisch zu bewältigen“ besticht.

In seinem jüngsten Buch „Barmherzigkeit“ (Residenz Verlag, 2010) nähert sich Dimitré Dinev – geboren 1968 in Plovdiv, lebt in Wien, erfolgreich seit seinem ausgezeichneten Familienroman „Engelszungen” – in vier bewegenden Essays dem anachronistisch anmutenden Thema. Aus persönlicher Sicht schildert der auf Deutsch schreibende Bulgare Ereignisse seiner eigenen Biographie, Episoden aus dem Flüchtlingslager, berichtet von seinem Großvater und dessen verstoßenem Sohn, widmet sich dem Schicksal osteuropäischer Straßenkinder, die, in den Westen verschleppt, dem Kapitalismus dienen, um zuletzt zu fragen: Wie sicher ist der Frieden in Europa?

Moderation und Übersetzung: Ines Sebesta. Deutsche Lesung: Peter Arp.

   

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