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Dietmar Dath und Andreas Platthaus stellen in geschwinder Komplettlesung ein Buch vor, das eine Welt ist: Daths Roman Für immer in Honig.

Zu zweit werden sie mit vielen hundert verschiedenen Stimmen von einer Zeit sprechen, die nie war, und gemeinsam ein paar Freundinnen, Freunde, Liebende, Kriegerinnen und Gelehrte auf einer langen Reise begleiten. Das Publikum kann sich ins Buch locken lassen, an sieben Tagen, aber auch jederzeit den Raum verlassen, um anderswo weiterzuträumen. Der Lesesaal wird ein Ort, an dem vieles anders ist als draußen: Hillary Clinton ist nicht Außenministerin, sondern Präsidentin, die Bush-Verbrecher sitzen im Gefängnis, die Finanzkrise schickt ihre symbolischen Leichen als echte Zombies in große Gefechte, und ein Mädchen spielt mit Messern wie ein Philosoph mit wahren Sätzen. Es gibt Tote und Verletzte, Geküsste und Gerettete, wir erleben einen Krieg im Heiligen Land und eine Revolution auf der ganzen Welt. Zwischendurch wird politische Theorie vorgetragen, als handele es sich dabei um eine Anekdote aus dem Schlafzimmer des Teufels.

Die beiden Freunde auf dem Podium werden die Geschichte, die sie zu erzählen haben, dabei zu sich nehmen wie eine hochwirksame Droge, und obwohl sie glauben, das Buch zu kennen, wird es sie überraschen und vielleicht auch hin und wieder zum Narren halten. Am Ende geht die Sonne überm Atlantik auf, das letzte Wort heißt „Friede“, und das Recht, es auszusprechen, wird durch die Arbeit am Text und am Beschwören der Bilder, die dieser Text zum Leuchten bringen will, redlich verdient.

Dietmar Dath, geboren 1970, veröffentlicht seit 1990 journalistische und literarische, satirische und essayistische Texte in in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften. Von 1998 bis 2000 war er Chefredakteur der traditionsreichen Zeitschrift für Popkultur Spex, von 2001 bis 2007 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit September 2011 wieder als Redakteur im Bereich Film. Mehr hier.

Andreas Platthaus wurde 1966 in Aachen geboren. Nach einer Banklehre in Köln, dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in seiner Heimatstadt und der Lektüre ungezählter Donald-Duck-Geschichten verlor er die Lust, in der freien Wirtschaft zu reüssieren, und studierte in Tübingen Rhetorik, Philosophie und Geschichte, um zumindest an Wissen reich zu werden. Zum Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stieß er 1997. Seit Januar 2002 ist er einer der Stellvertreter des Ressortleiters. Neben dieser Tätigkeit engagiert er sich bei den Donaldisten, deren Ehrenmitglied er seit 2007 ist. Seit 1998 erschienen mehrere Bücher, darunter zuletzt seine Biographie Alfred Herrhausen – Eine deutsche Karriere (Rowohlt 2006) und im Herbst 2008 Die 101 wichtigsten Fragen zum Comic (C.H. Beck).


Für immer in Honig ist im Verbrecher Verlag erschienen.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt, wo Dietmar Dath und Andreas Platthaus vom 1. bis zum 8. März 2009 täglich 5 Stunden gelesen haben.

© Dietmar Dath 2009


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