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Ein Mann stürzt aus einem Flugzeug und wird tot auf einem Feld nahe Sheffield gefunden. Es ist eigentlich nur eine kleine Zeitungsmeldung, die Filip Bellinger im Flugzeug liest (er hat sich vom Heiratsantrag der geliebten Freundin ein halbes Jahr Auszeit bedingt, die er in London verbringen will), und doch wird die Suche nach der Identität dieses unbekannten Toten im Verlauf des Romans immer wichtiger werden. Sie ist Teil einer Identitätssuche, zu der der Londoner Aufenthalt zusehends gerät: Die dort gefundene Arbeit in einem Schweizer Reisebüro weckt in Bellinger Erinnerungen an sein Aufwachsen in der Schweiz, in der er sich als Kind einer Schweizer Mutter und eines verschwundenen indischen Vaters nie heimisch gefühlt hat.

Der Autor liest aus seinem Roman «Ein Koffer voller Wünsche». Das Gespräch führt die Literaturwissenschaftlerin Bettina Spoerri.

Martin R. Dean (geb. 1955) ist der Sohn einer Schweizerin und eines karibischen Vaters aus Trinidad. Er lebt als Schriftsteller, Journalist und Essayist in Basel. Bereits in seinem letzten Roman «Meine Väter» (Hanser 2003) begab sich sein Protagonist auf eine Identitätssuche, die weit über die Schweiz hinaus- und in die familiäre Vergangenheit zurückführt.

Die Veranstaltung fand am 14. Dezember 2011 im Literaturhaus Zürich statt.

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