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Im März hat Feridun Zaimoglu den diesjährigen Preis der Literaturhäuser erhalten und stellt aus diesem Anlass in Zürich sein Werk vor. Die Laudatio auf den Autoren hält Meike Fessmann (Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel).

«Was Feridun Zaimoglu vorliest, es wird nicht beschrieben, es passiert – auf der Bühne, vor den Augen des Publikums. Mit unnachahmlicher Emphase schlägt Zaimoglu den Sätzen den Takt. Seine Romane – von «Kanak Sprak» über «Leyla» bis «Russ» – mäandern zwischen analytischer Präzision und Liebesbrand, greifen mit vollen Händen ins Grimm’sche Wörterbuch und suchen nicht zu verbergen, dass auch das dramatische Schreiben zu den Leidenschaften des Autors zählt.» Aus der Preisbegründung.

Feridun Zaimoglu wurde 1964 in der Türkei geboren. 1965 kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach angefangenem Studium der Medizin und der Kunst arbeitet er als freier Schriftsteller. Als Journalist schreibt er Literaturkritiken und Essays, u. a. für die «Zeit» und den «Tagesspiegel». Mit seinem 1995 erschienen Buch «Kanak Sprak – 24 Misstöne vom Rande der Gesellschaft» (Rotbuchverlag) hat sich Feridun Zaimoglu zunächst als «Undergroundautor» einer breiten Leserschaft erschrieben. Jahre später – 2003 – wurde er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Preis der Jury für seine deutschsprachige Erzählung «Häute» ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm «Russ» (Kiepenheuer & Witsch 2011), ein rasanter Roman um Liebes- und Leidensfähigkeit, Trauer und Vergeltung.

Die Veranstaltung fand am 24. Mai im Literaturhaus Zürich statt. Der Lesung aus seinem aktuellen Werk “Russ” geht eine Laudatio auf den Autoren von Meike Fessmann voran.

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