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„Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung tendiert das Ereignis unserer Existenz gegen Null – und doch sind wir da. Lesen zum Beispiel gerade diesen Text oder gehen durch schneeverhüllte Landschaften im Norden Schwedens spazieren. Mit unserem Hund, der die Fährte eines Wildes aufnimmt, während wir versuchen, uns zu orientieren. Wo bin ich? Und das bei Eis und Schnee! – Schlechte Kontexte sind das, um uns zu helfen! Wir brauchen, so scheint es, Anhaltspunkte, um Klarheit zu gewinnen. Fixpunkte der Orientierung. Logische Operatoren.“ Lars Gustafssons Buch „Gegen Null“ ist eine philosophisch-physikalisch-mathematische Expedition in die unfassbaren Rätselkammern der menschlichen Existenz, die Tiefen des Raums und der Zeit, die schwindelerregenden Dimensionen unseres Universums. Von großem Sachverstand getragen und doch für jeden klar verständlich formuliert, hat Lars Gustafsson mit „Gegen Null“ ein von großer Wärme getragenes Buch über die Kostbarkeit des menschlichen Daseins vorgelegt.

Lars Gustafsson, 1936 in Mittelschweden geboren, Lyriker, Philosoph, Romancier und einer der bedeutendsten schwedischen Intellektuellen, verbrachte 1972 als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD ein Jahr in der Stadt – und wurde in der Folge zu einer der zentralen Figuren im deutsch-schwedischen Kulturaustausch. Hierfür erhielt er 2009 in Weimar die Goethe-Medaille.

Moderation: Sabine Küchler (Deutschlandfunk)

      

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