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[accordion][acc title=”1 Hier & Jetzt – Eine Bestandsaufnahme”]Donnerstag, 8. Mai 2014

Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Thomas Klupp und Simon Urban im Gespräch. Moderation: Florian Kessler

Junge Autoren interessieren sich für WG-Küchen, ungeschützten Geschlechtsverkehr und den Frühstücksbrei ihrer Großmütter. Seit Jahrzehnten nerven sie das literaturinteressierte Publikum mit langweiligen Geschichten aus ihrem unbedeutenden Leben. Warum, fragt das Feuilleton, und spekuliert wild über die Gründe. Sind die zahmen Schreibschulen schuld? Haben sich die jungen Autoren zu viele Gehirnzellen weggekifft? Warum nehmen sie sich nicht Günther Grass und Juli Zeh zum Vorbild? Warum laufen sie nicht mit brennenden Fackeln vor dem Bundeskanzlerinnenamt auf und ab? Warum regnen ihre Romane nicht als Flugblätter vom Himmel?

Die Veranstaltungsreihe “Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren” geht der Sache auf den Grund. Moderiert von Florian Kessler treffen am 8. Mai Simon Urban, Thomas Klupp, Nora Bossong und Olga Grjasnowa aufeinander. Es geht um eine Bestandsaufnahme. Gibt es politische Literatur noch und wenn ja, warum?

    [/acc][acc title=”2 Markt & Medien – Die Bedeutung des Literaturbetriebs für das Entstehen politischer Literatur”]Freitag, 9. Mai 2014

    Julia Eichhorn (Graf&Graf), Lars Claßen (Suhrkamp), Ijoma Mangold (Die Zeit) und Nikola Richter (mikrotext) im Gespräch. Moderation: Florian Kessler

    Dass der Literaturbetrieb die Literatur von heute formt, ist klar. Aber wie groß ist der Einfluss wirklich? Dieser Frage stellen sich am 9. Mai der Kritiker Ijoma Mangold (Die Zeit), die Literaturagentin Julia Eichhorn (Graf&Graf), die Autorin und Verlegerin Nikola Richter (mikrotext) und der Lektor Lars Claßen (Suhrkamp). Sind sie schuld daran, dass niemand deutschsprachige Literatur lesen will? Werden Autoren von alten Männern in Verlagen und Literaturpreisjurys gezwungen, langweilige Texte zu schreiben? Machen junge Schriftsteller alles, um ihren Namen auf einem Buchdeckel bei Hugendubel stehen zu sehen?

    Wie sieht sie aus, die politische Literatur von heute? Da gibt es Endzeitszenarios, Welten, in denen alles tot ist, sogar das Internet. Junge Menschen suchen Flüsse und reparieren Radios, sie wissen nicht mehr, in welchem Land sie wohnen und welche Sprachen man dort spricht. Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe widmet sich Utopien und Dystopien, globalem und realistischem Schreiben. Im Herbst 2014 diskutieren Roman Ehrlich, Dorothee Elmiger, Martin Kordić und andere.

      [/acc][acc title=”3 Wie sieht sie aus, die politische Literatur von heute?”]

      3    Wie sieht sie aus, die politische Literatur von heute?

      Da gibt es Endzeitszenarios, Welten, in denen ein scheinbar ewiger Winter herrscht und andere, in denen freigelassene Gorillas depressiv werden. Der in den letzten Jahrzehnten so dominante Realismus wird aufgebrochen – dystopische Zukunftsvisionen und versponnene Neuschreibungen der Geschichte lösen ihn ab. Welche Absichten verfolgen diese Texte? Sind sie politische Statements oder geht es nur um das Spiel mit Form und Inhalt?
      Aufnahme vom 25. September 2014 im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

        [/acc][acc title=”4 Ist “global writing” die Literatur der Zukunft?”]Krieg und Vertreibung, Einwanderung und Integration und die damit verbundene Suche nach Identität finden immer stärkeren Einzug in die deutschsprachige Literatur. Romane, die in Südamerika spielen oder auf Kabakon, in Weißrussland oder Tokio – was macht “die deutsche Literatur” eigentlich heute aus? Wo fängt sie an, wo hört sie auf?

        tennis4

        Aufnahme vom 26. September 2014 aus dem Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

          [/acc][/accordion]

          Kuratiert wurden die Veranstaltungen von Alina Herbing und Ursula Kirchenmayer, gefördert vom Berliner Senat.

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