Der gemütliche Raum des Matthes und Seitz Verlags in Berlin, Prenzlauer Berg, ist gut gefüllt an diesem 09. Februar. Dirk von Gehlen scheint fast überrascht über so viel Interesse an seinem neuen Buch „Meta! Das Ende des Durchschnitts“, das er hier vorstellen wird. Dabei ist der Besucherandrang eigentlich kaum verwunderlich – schließlich sind Datennutzung und Datenmissbrauch im Zuge des digitalen Wandels ständiger Bestandteil der Warnungen von Datenschützern und Eroberern des „Neulands“. Und dass das Internet und die Ansammlung unserer (Meta-)Daten auch Gefahren mit sich bringt, das leugnet Dirk von Gehlen auch gar nicht. Er konzentriert sich in „Meta! Das Ende des Durchschnitts“ aber lieber auf die Chancen, die all das mit sich bringt, und auf die Vorteile, die wir aus der Bildung persönlicher Nutzerprofile ziehen können.

Dirk von Gehlen im Halblicht und der Hashtag #metabuch

In seinem hier zu hörenden Vortrag fasst er die wichtigsten Thesen zusammen, erklärt, warum wir uns von einer Massenkultur, vom Durchschnitt, hin zur Personalisierung von Angeboten, und damit zum Ende des Durchschnitts, bewegen, und zeigt auf, welchen Einfluss diese Entwicklungen schon jetzt auf die Arbeit von Medizinern, Marktforschern, Fußballern und Carsharing-Anbietern nehmen. In der darauffolgenden Gesprächsrunde mit dem Lektor Tilman Vogt und den Gästen der Veranstaltung geht es unter anderem darum, wie solche Chancen besonders innerhalb der Kulturbranche und im Journalismus genutzt werden können.

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