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200 Jahre nach dessen Tod diskutieren Michael Pfister und Stefan Zweifel über Marquis de Sade (1740-1814) und dessen Werk, das mit dunkle Ideen und Obsessionen auch in unserer Zeit noch immer Reibungswärme erzeugt.
De Sade schreibt anonym publizierte obszöne Bücher und wird zu seiner Zeit dafür von allen Seiten heftig angegriffen. Einen Drittel seines Lebens verbringt er hinter Gittern oder in Anstalten. Auch im Jahre 2014 ist de Sade einmal mehr ein Thema; die einen bringen seinem in jedem Fall faszinierenden Œuvre grösste Bewunderung entgegen, andere wiederum lehnen es (selbst in Unkenntnis des Werks) auch noch heute rigoros ab. Muss de Sade als grosser Autor gelten? Oder anders und mit Simone de Beauvoir gefragt: Faut-il brûler Sade?
Entlang des Begriffs der Pornosophie ergründen Zweifel und Pfister die historische Verbindung von Pornographie und Philosophie, und warum de Sade diesen Rahmen sprengt. Am Beispiel des Chemikers Almani aus „Justine & Juliette“ diskutieren sie mit dem Publikum über die Natur und das Böse, das sich darin versteckt.
Michael Pfister und Stefan Zweifel haben beide in Zürich Philosophie studiert und gemeinsam über de Sade, Hegel und La Mettrie promoviert. Sie haben zusammen das Buch „Pornosophie & Imachination“ (Matthes & Seitz) verfasst und eine zehnbändige Übersetzung de Sades „Justine und Juliette“ herausgegeben. Stefan Zweifel ist freier Autor, Journalist, Übersetzer und Ausstellungsmacher; Michael Pfister ist freier Autor, Lehrer für Philosophie und Deutsch, und Koleiter eines Lehrgangs in Philosophie für Fachleute aus Medizin und Psychotherapie.

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