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Scholle ist Mitte zwanzig und gründet lieber eine Band mit einem Pflasterstein, als sich durch sinnlose Alltagsgespräche zu scheitern. Er begibt sich auf eine Pilgerreise durch das 24-7-Nachtleben in Hamburg. Dabei flieht er nicht nur vor einer unverarbeiteten Beziehung, sondern auch vor seinen Träumen, die immer mehr Macht über seine Realität gewinnen. Die Devise auf diesen exzessiven Touren durch die Nacht: Bloß nicht schlafen! Unter den kuriosen Gestalten, die er dabei trifft, ist auch Lena. Sie hat ihren Vater verloren und flieht in ihre Kindheitserinnerungen, um die Zeit mit ihm zu konservieren. Scholle flieht vor seinen Träumen, sie verliert sich in ihren Träumen. Traum und Realität werden ununterscheidbar. Durch den Sound des Asphalts wird die Frage laut: Wie viel Raum soll man seinem Unterbewusstsein lassen, wenn man versucht einen Verlust zu verarbeiten?

Das Hörspiel “Scholle” basiert auf Szenen aus dem bislang unfertigen Debütroman von Kolja Unger.

Hörspielfassung: Kolja Unger. Dramaturgie: Jannis Klasing und Kolja Unger. Schauspieler_innen: Cynthia Wijono, Felix Scheer, Jannis Klasing, Kolja Unger, Rabea Schubert

Kolja Unger spielte als Schauspieler und Musiker in dem Stück „Wenn sie nach deinem Namen fragen – 12 Geschichten über Migration“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in den Spielzeiten 2008-2010. 2005 bis 2008 war er Gitarrist und Songwriter bei der Raumschiff-Rockband Commander Hofmann. Seit Oktober 2009 studiert er Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit den Schwerpunkten Literatur und Theater in Hildesheim. Zuletzt arbeitete er an den „Asyl-Monologen“ der Bühne für Menschenrechte.

Produziert von: Marion Starke. Uraufführung während des Fusion-Festivals 2011.

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