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Von der Grenze zwischen Aktivismus und Inszenierung

Fliehende Kreuze, starre Zäune – Philipp Ruch über Menschenrecht als Kunst

Philipp Ruch, Gründer des Zentrums für politische Schönheit, spricht mit Litradio-Redakteur Christoph Möller über den ersten europäischen Mauerfall. Das Gespräch fand statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe @ cetera. Gemeinsam mit dem Hildesheimer Publikum tasten sich die GesprächspartnerInnen zur Grenze vor: Sind die Aktionen des ZPS politischer Aktivismus oder Kunst? Wie kann beides voneinander getrennt werden und warum grenzt sich das ZPS klar vom Aktivismus ab? “Die Geschichtsbücher werden voll sein von Europas Außengrenzen Anfang des 21. Jahrhunderts”, meint Ruch.

Philipp Ruch, geborgen 1981 in Dresden ist Theaterregisseur, Aktionskünstler und Gründer und Leiter des Zentrums für politische Schönheit, das zuletzt mit der Aktion “Erster europäischer Mauerfall” Schlagzeilen machte.

Ruch hat Angela Merkel auf eBay versteigert, wollte einen Sarkopharg bauen über die Produktionsstätte des Rüstungsunternehmens Heckler & Koch – und er wollte die europäischen Grenzsschutzanlagen abreißen. Er denkt nicht nur nach über humanitäre und politische Missstände, er handelt auch. Mit Aktionskunst, die manchmal klamaukig wirkt, immer aber radikal ist. Die der Politik den Spiegel vorhält – mit Mitteln der Politik. Das Zentrum für politische Schönheit ist im Moment mehr in den Medien als alle Kunstausstellungen zusammen. Warum ist das so?

Das Gespräch wurde aufgenommen am 14. Dezember 2014 in Hildesheim. Zu hören ist ein Auszug.

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