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(Gentrifizierung in Berlin | Menschen in der Großstadt | Milieus)

Im Bann von Gentrifizierungs- und Segregationstendenzen erleben BerlinerInnen ihre städtischen Umwelten zunehmend als Arrangement von Umwälzungen, die geprägt sind von Milieuverschiebungen, schwindenden Rückzugsräumen und einer Homogenisierung urbaner Vielfältigkeit. Wie aber wirkt sich ein permanenter Veränderungsdruck auf das Schreiben aus, auf Arbeitsbedingungen von LiteratInnen? Wie verquickt sind Kapitalströme und Inspiration? Inwieweit werden Schreibprozesse durch wirtschaftlichen Anpassungsdruck kontaminiert?

TeilnehmerInnen:
Tanja Dückers, Asmus Trautsch, Hendrik Jackson (Moderation)
Datum: Donnerstag, 18. August 2016
Zeit: 19:30 Einlass | Start 20 Uhr
Ort: Bassy Club (Lounge)
Schönhauser Allee 176 a | 10119 Berlin

Tanja Dückers
Tanja Dückers, © Ken Yamamoto

Tanja Dückers, © Ken Yamamoto

Die Schriftstellerin Tanja Dückers (* 1968) hat nicht nur zahlreiche Romane und Erzählbände verfasst, sondern sich auch seit je her zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu Wort gemeldet, beispielsweise als Essayistin oder Kolumnistin der ZEIT. Außerdem engagiert sie sich zivilgesellschaftlich in Projekten, die u.a. Berliner Obdachlose unterstützen.


Asmus Trautsch

Asmus Trautsch, © Ken Yamamoto

Asmus Trautsch, © Ken Yamamoto

Der Lyriker Asmus Trautsch (* 1976) gehört zu einem der agilsten und vielseitigsten Literaturaktivisten in Berlin. Er arbeitet als Co-Verleger, Lektor und Herausgeber, ist Mitinitiator des Komponistennetzwerkes Klangnetz, organisiert Lesungen, Konzerte, Konferenzen und interkulturelle Austauschprojekte.


Hendrik Jackson

Hendrik Jackson, © Ken Yamamoto

Hendrik Jackson, © Ken Yamamoto

Auch der Lyriker, Übersetzer und Essayist Hendrik Jackson (* 1971) folgt den Dunkelströmen Berlins und ist unentwegt auf der Suche nach der ultimativen Liaison für ahnungsvolle Umtriebe und – 17 Jackson Fans can´t be wrong – immer noch im Lichte der Prophezeiungen. Außerdem gehört die Online-Plattform lyrikkritik.de zu seinen Schöpfungen.
Alle drei TeilnehmerInnen haben Gentrifizierung am eigenen Leib erfahren und können fokussiert über ihre eigenen Krisengeschichten und das Narrativ neoliberaler Wandlungsprozesse in Szenebezirken berichten.

Literatur unter Einfluss – Schreiben unter Druck

Unter dem Motto Literatur unter Einfluss – Schreiben unter Druck startet der Berliner Parlandopark 2016 eine neue Reihe von vier Gesprächslesungen, die um ausgewählte gesellschaftliche Veränderungskomplexe kreisen, von denen wir alle betroffen sind.

Anhand von vier Themenschwerpunkten werden die massiven Auswirkungen auf Leben und Schreiben von AutorInnen diskutiert und Fragen gestellt, wie Literatur mit Druck von außen umgeht, wie sie auf veränderte Rahmenbedingungen und Einflusssphären reagiert und welche neuen Formen der Einmischung entwickelt werden können.

Eingeladen werden Persönlichkeiten aus vier Generationen, die der freien Literaturszene Berlins nicht nur als herausragende AutorInnen, sondern auch als KritikerInnen, TheoretikerInnen, AktivistInnen und Provokateure ihren Stempel aufgedrückt haben.

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