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Das 29. Treffen junger Autoren fand vom 20. bis 24. November 2014 statt. Die neunköpfige Jury aus Autoren und Journalisten hat aus 747 Bewerbungen 21 junge Talente ausgewählt. In der Lesung der Preisträgerinnen und Preisträger am 21. November 2014 im Haus der Berliner Festspiele wurde eine Auswahl ihrer eingereichten Texte vorgetragen. Diese und weitere von der Jury ausgezeichnete Texte sind auch in einer Anthologie nachzulesen.

 

© Berliner Festspiele

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Die Autorin über sich:
Je m’appelle Nina Maria Baum, I live in Becherbach (Rheinland-Pfalz) et I’m born 2000. Je am Schülerin and I write seit je denken peut. J’erledige things gerne on the last Drücker et mes Fremdsprachenkenntnisse sont really for the cat.[/acc]

 

 

 

 

 

 

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Die Autorin über sich:
Geboren 1994 in Berlin, aufgewachsen im etwas weniger aufregenden Tübingen. Seit 2012 studiere ich in Münster und übe nebenher. Ich übe zu üben, Klavier zu spielen, mit Stäbchen zu essen, das Ende eines Buches nicht dauernd zuerst zu lesen, endlich anständigen Smalltalk zu halten, mehr zu genießen und mich zu wundern. Vor allem aus dem Letzteren heraus entstehen meine Texte. Die Welt und die Menschen um mich herum sind mir immer noch oft ein Rätsel, und ich versuche sie mir Wort für Wort zu erschließen. Das klappt manchmal gut und manchmal schreibe ich mich nur in einer großen Sprachschleife zurück an den Anfang. Aber was wäre das Üben ohne den Versuch? Jemand sagte mir einmal in diesem Zusammenhang, dass ich ein verbissener Trotzkopf sei. Also habe ich mich im Übersetzen geübt und glaube nun, unermüdlicher Freigeist verstanden zu haben.

 

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Ich warte bis heute auf den Brief aus Hogwarts. Er könnte schließlich in der Eulenpost verlorengegangen sein, bei den Problemen mit Voldemort in den letzten Jahren wäre das kein Wunder. Kein Buch hat mich so geprägt wie „Harry Potter“. Meine erste eigene Geschichte habe ich mit dreizehn Jahren geschrieben. Sie drehten sich um Drachen und Elfen (ein weiterer Traum: Drachenreiterin zu sein, auch wenn das aus „Eragon“ ist). Was ich im echten Leben bin und tue: Laura, neunzehn (zum Zeitpunkt der Lesung werde ich zwanzig Jahre alt sein, aber das ist so alt, dass ich daran noch nicht denke). Studentin in Passau, European Studies im zweiten Semester, Ziel: Journalismus. Schreiben bedeutet Freiheit, und wie glücklich wäre ich dann, Freiheit zum Beruf zu machen? In den Semesterferien arbeite ich beim „Münchner Merkur“, einer Lokalzeitung in München. Könnte ich leben, wo ich will, wäre das in Schottland, genauer in Edinburgh

 

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Ich bin 1997 in Frankfurt am Main geboren und immer im Bademantel anzutreffen. Eiserne Verfechterin der Fantasy und kochfeindlich, Romantikerin und Katzenfreundin, lese gern und liebe humorvoll, betreibe sportlose Kunst und mag weiche Dinge. Anfällig für Waffeln, Cookies und andere süße Versuchungen, verspielt und sensibel, verliebt in das Leben und in mein Klavier. Schreibe schon immer und werde niemals die Finger davon lassen.

 

 

 

 

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Die Autorin über sich:
Geboren 1994 in Düsseldorf, wohne zurzeit in Gießen und studiere dort Angewandte Theaterwissenschaften. Ich mag Selbstbeschreibungen nicht, weil ich nie weiß, was ich schreiben soll. Vielleicht sowas: Haarfarbe: hellbraunblond. Nicht ganz 1,70m groß, hab’ nicht mal meinen Vater eingeholt. Nur mein neunjähriger Bruder ist (noch) kleiner als ich. Oder sowas: Mag: Kaffee, Salz, bunte Blätter, Igel, Katzen und Seepferdchen. Mag nicht: stickige Zugabteile, Teppichflecken, die nicht rausgehen wollen, Möhrensaft. Neuste Erkenntnis: Die sehr absurd anmutende Kombination Weißwein mit Orangensaft ist durchaus sehr schmackhaft und empfehlenswert.

 

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Geboren 1997 in Freiburg und Oberstufenschülerin. Leider kann man sich nicht aussuchen, was man schreibt, also schreibe ich hier und da ein bisschen Hängemattenlyrik oder etwas verschobene Prosa. Könnte ich es mir aussuchen, würde ich wahrscheinlich irgendwelche kleinphilosophischen Bücher oder einen dieser wilden Science-Fiction-Romane schreiben. Ich mag Banalitäten, schöne Dinge, Griechenland und Brettspiele. Ich lese genug, aber nicht überdurchschnittlich viel. Ich bin selten aufgebracht, plane gern und vertrage keine Wetterwechsel.

 

 

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Die Autorin über sich:
Ich bin India-Wiborada. Die weiße Decke des Krankenhauses erblickt am 27.06.2001. Kein Mitternachtskind, dafür war ich ganze 74 Minuten zu spät dran. Bin eine Nachtschwärmerin. Was für ein Wort. Oder eine Nachteule. Vielleicht und hoffentlich aber beides. Stehe gern im Regen, mag Luna und ihre kalten Strahlen. Habe tatsächlich ein Spiegelbild und stehe gern an Bushaltestellen in Pfützen und liebe dänischen Käse und norwegischen, überhaupt Käse.
Habe viele gute Tage, wenn ich frei entscheiden kann, und viele schlechte, wenn nicht. Brauche Musik zum Atmen, Tee zum Trinken und Daphyd the Crow zum Träumen. Ich finde, Regenschirme und Plastikkämme sind nur ein Mittel zum Zweck und Nougatpralinen eines zum Überleben.
Innen bin ich mit rot-weißen Absperrbändern umgeben. Manchmal zur Außenwelt hin verbarrikadiert. Ich lache über Begriffe, die ich lese, aber nicht verstehe – wer versteht schon das Wort „notwendigerweise“ – und erkläre mir selbst die Welt. Oft denke ich, ich bin verrückt. Vor allem, wenn ich daran denke, dass ich verrückt bin. Und das ist ziemlich oft.

Ich bin nicht Morrigan, obwohl ich es gern wäre. Aber ich bin eine Nachtschwärmerin. Nebeldunkle Federn in meinen Dreads.
Und das ist alles.
„Over hills and over meadows, see the crow fly, feel her shadow“
Song: „Morrigan“, Band: Omnia

 

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Die Autorin über sich:
Ich bin, allerdings noch nicht ganz sicher wer, geschweige denn in welcher Realität. Aber damit komme ich klar. Nach meinem Abitur 2013 an der Landesschule Pforta bin ich in Leipzig gelandet: Mathematikstudium. Das hält mich allerdings nicht vom Schreiben ab. Oder der Musik. Die beiden begleiten mich ohnehin schon mein Leben lang, da wird man sie wohl nicht mehr los. Will ich ja auch gar nicht. Was ich damit mal anfangen möchte? Das weiß ich nicht so genau. Erstmal so weiter machen. Sonst wird wieder gemeckert, dass ich endlich die Geschichte zu Ende schreiben soll. Oder mal wieder ein Gedicht. Da kann man ja auch schlecht nein sagen. Ach ja, und das Studium dabei nicht vergessen. Wäre schade drum.

 

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Die Autorin über sich:
Geboren 1997 in Lörrach, ist Schülerin eines Gymnasiums in Darmstadt. Das Abitur naht, doch das hindert sie nicht daran, mit ihren Gedanken oft nicht bei Stochastik und Natrium-Kalium-Pumpen zu sein, sondern unterwegs in Wortgetümmeln und Satzurwäldern, immer auf der Suche nach neuen Geschichten, die erzählt werden möchten. Sie ist Mitglied im „sexyunderground“ des Literaturhauses Frankfurt und hat 2014 den Jungen Lyrikpreis der Stadt Darmstadt gewonnen.

 

 

 

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Wörter sind das beste Skalpell, findet sie, um Oberflächen zu durchschneiden und unter die Haut zu schauen, immer auf der Suche nach subtilen Atmosphären und unscharfen Konflikten, um Spitzschlammschnecken (Lymnaea stagnalis) und Taumelkäfer (Gyrinidae) durch ihre Texte kreiseln zu lassen und wundert sich, warum niemand weiß, dass Regenwürmer (Lumbricidae) sechs Herzen haben, würde daran gerne etwas ändern und über den Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba minor) schreiben, nur dass sich leider niemand für Botanik interessiert, während sie in ihrem nichtbiologischen Leben irgendwo zwischen Schafkopfkarten, Teebeuteln, Buchdeckeln und Aquarienglas eingeklemmt ist und zuschaut, wie die Schatten wandern.

 

 

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Mein Name ist Sarah Marie Meinert und ich bin neunzehn Jahre alt. In meiner Freizeit schreibe ich hin und wieder einige Gedichte und Kurzgeschichten, die ich im Internet (genauer: auf Fanfiktion.de) unter dem Pseudonym Rhia veröffentliche. Des Weiteren singe ich nicht nur im Chor, sondern auch unter der Dusche, und im Kunst-LK war ich irgendwie auch, aber das nicht unbedingt, weil ich malen kann, sondern weil das eines der wenigen Schulfächer ist, in dem man für Kreativität gute Noten und nicht nur eine nette Randnotiz bekommt. Mein Abitur habe ich letztes Jahr am Niklas-Luhmann-Gymnasium in Oerlinghausen gemacht und nachdem ich zwei Semester Geschichte und Literatur studiert habe (Geschichte als Hauptfach, Literatur als Nebenfach), ist mir aufgefallen, dass ich doch irgendwie lieber Grundschullehrerin werden möchte. Ich bin also ein ordentlicher Chaot. Ganz außerordentlich unernst ernsthaft und in echt leider etwas stiller als auf Papier. Hi 🙂

 

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Die Autorin über sich:
Manchmal denke ich, ich würde über den Rand der Welt fallen. Und manchmal habe ich Platzangst in meinem Kopf, weil ich beim gedanklichen Purzelbaumschlagen an sämtliche Ecken stoße. Weil ich immer viel zu viel über alles und jeden nachdenke. Zum Schreiben muss ich mich herausfordern, aber Sprache mochte ich schon immer. Dass ich ein Frosch sei, sagt meine Mama, eine große Klappe und ständig kalte Füße

 

 

 

 

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Neudert, Philipp Emanuel, selten einfach nur Philipp, oft einfach Manuel AKA Manu – im Abwärtsstrudel eines unklaren Namensstands der Dinge, eingestiegen am 16.04.1997. Subjekt, lebend lesend schreibend unbeschrieben. Um- und rufbenannt als etwas, das der Pass nicht vorsieht.
Schreibfinger. Beobachter. Beschulter seit elfeinhalb Jahren. Stellt Wagner neben Nightwish. Kommt ohne den Schein eines Führers aus, den er ablehnt, fährt darum Fahrrad. Schwankt zwischen Sprach-Belcanto und Regelkunst. Schlägt Saltos dabei. Lacht. Trägt noch Chaos in sich und will dann später übrigens was mit tanzenden Sternen machen. Bleibt allgemein und sagt: kafkaesk. Liebt: ooometal, stilrichtende Vorsilben austauschbar; Klassik und Klassiker, weil zeitlos; Sonnenuntergänge und Herbst, weil Wehmut; die Weisheit, weil Weisheit; Getränke.
will: wissen, was er will, findet auf jeden Fall Aufrütteln, Provozieren, Kritisieren, Inspirieren ganz cool, mal schaun, und immer selber denken.

 

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Die Autorin über sich:
Was ich bin: 17; morgens schlecht gelaunt; immer auf der Suche nach Worten; meistens lieber Beobachterin als mittendrin.
Was ich gern sein würde: an zwei Orten gleichzeitig.
Was ich jeden Tag sehe: die Tanne vor meinem Fenster; gleiches Graffiti an gleichen Bahnhöfen; meine Hände auf Gitarrensaiten, irgendwie Musik machend.
Was ich gern jeden Tag sehen würde: ein kleines Stück Meer; manche Menschen.
Was ich finde: jeden Tag mindestens eine Antwort auf mindestens eine Frage; dass Mathe hilfreich, aber langweilig ist, weil immer alles aufgeht, wenn man es richtig macht; dass 1000 Zeichen ganz schön viel sind.
Was ich gern finden würde: manchmal das, wonach ich erst morgen anfange zu suchen; den Punkt am Ende des Versuchs, über mich zu schreiben.

 

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Die Autorin über sich:
Biografie: Schule, Schule, System ficken, Schule

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Autor über sich:
ich bin der lukas.

schreiben tue ich eigentlich gar nicht.

ich hoffe auf und kämpfe für eine welt ohne herrschaft und grenzen.
ich habe keine ahnung, wie das hier alles geht.
ich wohne in berlin und studiere politikwissenschaft.
ich will ein guter mensch sein. ich weiß nicht, was ein guter mensch ist.
ich nehme vieles ernst und finde vieles witzig. ich bin nicht auf facebook.

aber manchmal kommt so ein fetzen hoch und den habe ich dann und halte

ihn in worten fest.

und es ist von mir und nicht von mir.

aber es tut gut.

 

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Die Autorin über sich:
Geboren 1992 in Wiesbaden, hat im Kindergartenalter ihre eigene Schrift erfunden, sie in der Schule leider verlernt, sich dafür mit dem Alphabet angefreundet, unersättlich gelesen & unermüdlich geschrieben, nach dem Abitur Verlagswirtschaft in Leipzig studiert, Abschlussarbeit über das Verhältnis von Autor und Verlag in der Digitalisierung. Währenddessen mit Unterstützung des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen Texte geschrieben und in Zeitschriften/Anthologien veröffentlicht. Studiert nun endlich in Hildesheim Schreiben. Nach pubertärer Fantasyphase vom Roman ab- und auf die kurzen Prosaformen gekommen, d.h. Kurzgeschichten und – weil ständig irgendwo unterwegs & chronischer Zeitmangel, aber starkes Bedürfnis, alles in Worte zu fassen & besondere Momente festzuhalten – auch Prosaminiaturen. Liebt Pläneschmieden, Ausdauerschwimmen & lange Unterhaltungen, besonders bei Kaffee/Wein. Kennzeichnend sind Ungeduld, sich-zu-viele-Gedanken-machen & dann-doch-alles-hinkriegen.

 

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Die Autorin über sich:
Geboren 1995, Studentin im mittelgroßen Stil. Dortmund findet sie inzwischen ziemlich gut und sie ist es leid, jedem erklären zu müssen, wie man Gefallen an einer Stadt mit hässlicher Fußgängerzone und enttäuschendem Bahnhof finden kann. Es geht, wirklich. Sie schreibt nach wie vor Lyrik, Prosa findet sie zu schwierig. Das Lieblingsgedicht der Beschriebenen ist „Ich höre, die Axt hat geblüht“ von Paul Celan. Irgendwann vielleicht Kulturjournalismus. Susanne hat in ihrem ganzen Leben noch keine Fledermaus gesehen und weiß nicht, was sie verpasst.

 

 

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Die Autorin über sich:
Ist das an? Hallo? Oh. Ja, perfekt. Das soll hier ja nicht länger als ‘ne Minute gehen, weil die Leute sich sonst langweilen, also beeile ich mich. Zuerst einmal soll ich schöne Grüße von der Preisträgerin ausrichten. Sie ist da hinter dem Vorhang und sie hat mir gesagt, ich soll behaupten, dass es ihr nicht gut geht. Aber keine Sorge, wenn Sie mich fragen, dann ist sie total gesund. Aber ihre Haare sahen komisch aus und die Schuhe, die sie trägt, oh Gott. Ich hab hier so einen Zettel bekommen, Moment. Die Preisträgerin dankt ihrer Familie. Und der Jury – wie kreativ. Ein besonderes Dankeschön geht an das Bildungsministerium Baden-Württemberg, das mit dem achtjährigen Abitur für viel Freude gesorgt hat. „Das alles wäre nicht möglich gewesen, wenn ich in der Schule nicht so unglaublich wenig Spaß gehabt hätte.“ Aha.
Hier steht noch ne Menge anderes Zeug, aber der Typ mit dem Klemmbrett da drüben winkt die ganze Zeit schon so hektisch. Der Champagner ist übrigens super! Dankeschön.

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