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Wenn alle Sprachen, wenn alle Bücher, wenn alles Gerede in uns klimpert, uns lenkt, formt und bewegt. Auf welcher Klaviatur spielt dann die Poesie? Auf dem Musikantenknochen des Unterbewusstseins? Und ist die Sprache der Poesie die einzig universale? Als der Verleger Urs Engeler vor 15 Jahren den Dichter Ulf Stolterfoht bekannt machte, sagte er: „Ich veröffentliche diesen ersten Gedichtband von Ulf Stolterfoht, weil ich selten mit solchem Wohlgefallen dem befremdlich vertrauten Eigenleben der Sprache gelauscht habe. Es stöbert, steubt, stubbst und stabreimt, so daß ich spüre: Es gibt Zusammenhang, ich selbst bin Fleisch von diesem Fleische, in mir sprießt Sprache genau so.“ Aus der Begegnung von Fachsprachen der Geologen, Grammatiker, Philosophen und Poeten mit dem eigenen krummen Denken setzt Stolterfoht Gedichte zusammen, deren Schönheit überraschend und deren Witz der Sinn des Unverstandenen ist.

Im Rahmen der Frankfurter HausGespräche 2014: Nach Babel – Sprache und Sprachen

 

Moderation: Florian Höllerer (Literarisches Colloquium Berlin)

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