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Ist von David Foster Wallaces Roman „Infinite Jest“ die Rede, verfallen sogar Schriftsteller-Kollegen in höchstes Lob. Der US-Autor Dave Eggers nannte den Text „das wahrscheinlich seltsamste, unverwechselbarste und vertrackteste literarische Werk eines Amerikaners in den vergangenen zwanzig Jahren“. Don De Lillo befand kurz und bündig: „,Alles und noch mehr‘ könnte eine Beschreibung dieses Romans sein.“

Humor ist bekanntlich nicht zu übersetzen. Wie stellt man es also an, einen Roman ins Deutsche zu übertragen, dessen Titel „unendlichen Spaß“ verspricht? Ulrich Blumenbach hat die Leistung vollbracht, eine adäquate Fassung dieses in jeder Hinsicht extravaganten und überbordenden Werkes zu schaffen. Sechs Jahre hat der Übersetzer geduldig den Verästelungen des Originals nachgespürt, hat sprachliche Äquivalente der Wallaceschen Komik ausgetestet und mit Pointen jongliert.

Manchmal, so Blumenbach, habe er sich dabei gefühlt wie Luke Skywalker in der Müllpresse des Todessterns: Platzangst in der eigenen Sprache, während die Wände näher rücken. Doch Wallace „stemmt sich gegen die Beklemmungen von Schlagwort und Klischee. Sein Roman stellt eine kaum fassbare Ausweitung der Literatursprache dar, denn Wallace zündet eine Supernova, die den Raum der Sprache herz- und hirnerweiternd ausdehnt.“

In Lesung und Gespräch: Ulrich Blumenbach (Übersetzer, Basel); Moderation: Dietmar Kammerer (Graduiertenkolleg „InterArt“ Berlin).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Graduiertenkollegs „InterArt“ der FU Berlin und der Literaturwerkstatt Berlin.

Und zum Lektüreblog von “Unendlicher Spaß

Die Sendung der gelesenen Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Literaturagentur Andrew Nurnberg Associates International und des Verlags Kiepenheuer & Witsch. (aus: „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace, übersetzt von Ulrich Blumenbach. © 2009, 2012 by Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln. Alle Rechte vorbehalten.)

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