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Rafael Chirbes‘ neuer Roman «Am Ufer» (Kunstmann 2014) beschreibt Spanien in den Jahren der Finanzkrise. Hildegard Keller unterhält sich mit dem Autor (auf Spanisch mit deutscher Übersetzung), aus dem deutschen Text liest Armin Berger.

Der spanische Romancier gilt als literarischer Chronist seines Landes – in seinem neuen Roman «Am Ufer» zeichnet Chirbes ein Bild der Verheerungen, die die Finanzkrise der letzten Jahre im Leben der Menschen angerichtet hat. Schonungslos und zugleich mit tiefer Empathie lässt er in seinem polyphonen Roman die Stimmen jener erzählen, die vieles verloren haben und doch immer weiter kämpfen. Zum Beispiel vom Rentner Esteban, der nach jahrelanger Arbeit in der Familienschreinerei genau im falschen Augenblick in den Immobilienmarkt investiert. Chirbes holt eine Realität, die sich uns sonst nur abstrakt in Zeitungsberichten erschliesst, mitten in unser Bewusstsein, in einer plastischen, konkreten, ganz den Protagonisten zugewandten Erzählung.

Rafael Chirbes (* 1949 bei Valencia) gehört zu den international bekanntesten spanischen Autoren, seine Romane, u.a. «Der lange Marsch» (1998), «Der Fall von Madrid» (2000), «Alte Freunde» (2004), wurden in viele Sprachen übersetzt, für «Krematorium» erhielt er 2008 den Spanischen Nationalpreis der Kritik.

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