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Ohne die Literatur gäbe es die Literaturkritik nicht. Dieser Satz behält auch in der Umkehrung seine Richtigkeit. Da sich auf dem Prosanova aber hauptsächlich Autor*innen tummeln, haben wir uns zwei der Beteiligten aus dem Umfeld der Literaturkritik zum Gespräch eingeladen. Denn reden kann man über Literatur immer; sie ist ständig in Bewegung.

Was uns im Rahmen dieser Bewegungen konkret ins Auge fällt, darüber wollen wir sprechen. Sei es das vermehrte Auftreten von Journalist*innen und Blogger*innen als Romanciers oder der Trend hin zur Autofiktion. Unter der US-Präsidentschaft von Donald Trump erscheint uns die Gegenwart so schräg, dass manche Satiriker schon kapitulieren. Haben wir vielleicht deshalb ein größeres Interesse an dem, was wir als authentisch und unverfälscht von der Autofiktion erwarten und wahrnehmen?

Aber wo sind eigentlich die großen Debatten des Literaturbetriebs geblieben? Wenn es hoch kommt, setzt sich das Feuilleton maximal eine Woche mit konkret einer Angelegenheit auseinander. Findet die ganz große Diskussion mittlerweile also nicht mehr auf bedrucktem Papier, sondern im Netz statt?

Unsere Gäste Miriam Zeh und Jan Drees haben mit Till Siebert und Fabian Stiepert am vierten Tag des Literaturfestivals PROSANOVA 17 im Rahmen des Litradio Frühstücksfernsehen über diese Themen gesprochen. Jan Drees und Miriam Zeh arbeiten für die wochentägliche Sendung Büchermarkt im Deutschlandfunk und haben jeweils ein sehr unterschiedliches Verhältnis zu Tieren in der Literatur.

Jan Drees

Jan Drees arbeitet als Autor, Journalist und Literaturwissenschaftler in Nordrhein-Westfalen und ist Redakteur in der Literaturredaktion des Deutschlandfunks.

Miriam Zeh

Miriam Zeh hat Germanisitik, Philosophie und Musik in Köln, Paris und St. Louis/Missouri studiert und promoviert im Fach Germanisitik am Forschungskolleg “Schreibszene Frankfurt” der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sie ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt. Darüber hinaus arbeitet sie für die Sendung “Büchermarkt” im Deutschlandfunk sowie für die Programmheftredaktion des WDR.