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Adolf Muschg – Die Japanische Tasche

Adolf Muschg liest im Literaturhaus Zürich aus seinem neuen Roman Die Japanische Tasche, der im September 2015 bei C.H. Beck erschienen ist. Das Gespräch führte Stefan Zweifel.

Beat Schneider hat etwas Unverzeihliches getan, was ihn seine Ehe mit LouAnne kostet. Sie ist eine außergewöhnliche Zeichnerin, die nicht nur auf seine Liebe, sondern auch auf seine Fürsorge angewiesen ist. Umso kostbarer ist ihm die japanische Tasche, die ihm LouAnne geschenkt hat und die er nicht aus den Augen lässt. Bis er auch sie verliert. Das Leben Schneiders, eines eigensinnigen Historikers, der an Karriere nicht interessiert ist, steht unter dem besonderen Schutz seiner einstigen Kinderfrau, die er Alcina nennt und die ihm nach ihrem Verschwinden ein beträchtliches Erbe hinterlassen hat. Sie hat ihm Märchen erzählt, und die Traumlogik der Märchen scheint auch in Schneiders Leben zu walten. Freundschaft und Liebe, Abschied und Verluste, die rätselhaften Verbindungen im Leben der Menschen, familiäre Bande und solche jenseits der Familie, die vielleicht noch stärker sind, spielen eine zentrale Rolle in diesem schwebend-geheimnisvollen Roman, der von einer großen Liebe und ihrem tragischen Verlauf erzählt…

Adolf Muschg, geboren 1934 in Zürich, war von 1970-1999 Professor für deutsche Sprache und Literatur an der ETH in Zürich und von 2003-2006 Präsident der Akademie der Künste Berlin. Sein umfangreiches Werk, darunter die Romane Im Sommer des Hasen (1965), Der Rote Ritter (1993) und Sutters Glück (2001), wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Georg-Büchner-Preis, dem Grimmelshausen-Preis und zuletzt mit dem zum ersten Mal vergebenen Grand Prix de Littérature der Schweiz. Unter dem Titel Wenn es ein Glück ist erschienen 2008 gesammelte Erzählungen Muschgs. Seine essayistischen Werke beschäftigen sich u. a. mit Literatur als Therapie? (1981), Gottfried Keller, Goethe und Japan. Im Verlag C.H.Beck erschienen Muschgs Reden Was ist europäisch? (2005), die Romane Sax (2010) und Löwenstern (2012) sowie die Essays und Reden Im Erlebensfall (2014).

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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