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Mit Kugelschreiber auf kleinkariertem Papier

Uwe Saeger, © www.foto-graupner.de
Uwe Saeger, © www.foto-graupner.de

Vater und Großvater waren Fischer in Bellin bei Ueckermünde, zu Hause standen das ‚Alte Testament‘ und ‚Das Kapital‘ und sobald Uwe Saeger, Jahrgang 1948, es konnte, las er die Dorfbibliothek leer und schrieb Geschichten.

Sechs Jahre lang arbeitete er nach dem Studium in Greifswald in dem verhassten Beruf des Lehrers für Geografie und Körpererziehung. Dann schrieb er sich mit Theaterstücken, Hörspielen, Drehbüchern und immer wieder eindringlichster Prosa frei.

Scheitern, Schuld und Ohnmacht auf individueller Ebene werden hier mit existenzieller Drastik verhandelt. Ohne Vorbehalt wird alles erzählt, die Haut ist vom Leib bis Mensch nackt.

Für seinen Text ‚Aus einem Herbst jagdbaren Wildes‘ erhielt er 1987 den Ingeborg-Bachmann-Preis, sechs Jahre später den Adolf-Grimme-Preis für das Drehbuch ‚Landschaft mit Dornen‘ sowie 1996 den ‚Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern‘.

Öffentliche Präsenz kam und ging, doch der Schreiber Uwe Saeger blieb: Sensibel für Zwänge und Druck, wortgewaltig und raumfüllend, abgeschieden in Bellin am Stettiner Haff eigene Welten bauend und immer auf Distanz: zu Strömungen, Moden, Diskursen.
Und er blieb schreibend. Mit Kugelschreiber auf kleinkariertem Papier.
Im März 2013 erscheint mit dem Faust Junior im Greifswalder freiraum-verlag nach mehr als fünf Jahren wieder ein Roman von Uwe Saeger.

Ein Feature von Ole Schwabe, welches sich als Ergänzung zu einer Lektüre des Werks von Uwe Saeger versteht.

Mit Uwe Saeger, Heide Hampel, Dr. Wolfgang Gabler und Musik von der großartigen Band Magnus.

präsentiert von
Guido Graf

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

Gegenwart/Literatur