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blauschwarzberlin: folge 7

blauschwarzberlin – Wir bringen Literatur ins Gespräch.

Wir, das sind Maria-Christina Piwowarski und Ludwig Lohmann. Wir arbeiten beide seit vielen Jahren in der Buchbranche. Wir lesen viel und wir sprechen darüber. Denn wir glauben an die Wirkmächtigkeit der Literatur.

Wir sind überzeugt davon, dass gute Bücher wichtig sind – für die Gestaltung der Freizeit, für die Entwicklung einer empathischen Persönlichkeit und für konstruktive Gesellschaftskritik.

Unser Reden über Literatur ist keine Werbung. Wir schwärmen und wir kritisieren unabhängig. Aber wir arbeiten gern mit Institutionen zusammen, die unsere Werte teilen. Wir setzen uns ein für unabhängiges Publizieren, sind dezidiert feministisch und halten Vielfalt für eine Bereicherung.

All das spiegelt sich in unserer Arbeit:

  • bei unserem monatlichen Podcast blauschwarzberlin – Letzte Lektüren
  • in Projekten, die von unserer langjährigen Erfahrung im Literaturbetrieb profitieren können
  • bei Moderationen von Buchpremieren, Lesungen, Diskussionen
  • bei Podiumsdiskussionen oder als Beiträge in schriftlichen und mündlichen Debatten
  • beim Kuratieren und Organisieren von Veranstaltungen

Einmal im Monat reden wir über unsere LETZTEN LEKTÜREN. Hier könnt ihr es hören

Über diese Bücher haben wir in Folge 7 gesprochen:

Wolfgang Schiffer & Dincer Gücyeter (Hg.): Cinema – Lyrikanthologie (Elif Verlag)
Ivan Jablonka: Laëtitia oder das Ende der Mannheit. (Aus dem Franz. von Claudia Hamm, Matthes und Seitz Berlin)
Karen Köhler: Miroloi (Hanser)
Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios (Aus dem Engl. von Anne-Kristin Mittag, Hanser)
Tommy Orange: Dort Dort (aus dem Engl. von Hannes Meyer, Hanser Berlin)
Sebastiao Salgado: Exodus (Taschen)

Maria-Christina Piwowarski

Ich behaupte gern, ich hätte Eloquenz und Rhetorik in verschiedenen gastronomischen Einrichtungen studiert. (Hinter jedem Tresen hab ich gelesen.) Nachdem ich mit Anfang zwanzig genügend Drinks gemixt, Gläser gespült und Theken gewienert hatte, bekam ich mein erstes Kind und – die Reihenfolge ist wichtig – schloss 2010 in Berlin die Ausbildung zur Buchhändlerin ab. 

Seit 2015 leite ich die Buchhandlung ocelot, und bilde dort auch künftige BuchhändlerInnen aus. 

Ich lese im Durchschnitt monatlich acht Bücher. Lesen ist für mich Zuflucht,  Entspannung und immer wieder auch Inspiration. Gute Bücher machen etwas mit mir – einmal beim Lesen selbst, dieser wunderbar einsamen, stillen, zurückgezogenen Tätigkeit und ein zweites Mal, wenn ich noch einmal laut über sie sprechen kann: im Austausch mit einer einzelnen Person, in Diskussionen oder als Monolog vor großer Runde, im Radio oder in den Sozialen Netzwerken. 

Ich will gute Bücher noch häufiger und vielfältiger ins Gespräch bringen und meinen Teil dazu beitragen, AutorInnen (ÜbersetzerInnen und Verlage) bekannter zu machen. 

Worüber ich außerdem gern rede:

  • Themen des Literaturbetriebs
  • Social Media
  • Selbstbestimmung
  • Familie und Vereinbarkeit
  • Feminismus

Ludwig Lohmann

Bücher sind nicht alles in meinem Leben. Ich liebe elektronische Musik, baue gern Möbel aus Holz und habe oft die glücklichsten Momente des Tages auf meinem Rad. All das begreife ich jedoch als die andere Seite des Lesens, die frische Luft, die Bewegung, der Anblick eines neuen Bücherregals: Das brauche ich, um in Büchern sein zu können. Texte öffnen mir den Blick auf die Welt, lassen mich andere Menschen, historische Entwicklungen, ferne Länder und mich selbst besser verstehen. Mein Studium der Literaturwissenschaft ist dabei, genauso wie meine jetzige Tätigkeit als Buchhändler, die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis. Lesen als kontemplative Versenkung allein genügt (mir) jedoch selten. Ich brauche den Austausch, das Ereignis, die Inszenierung von Literatur. Deswegen gehe ich so gern ins Theater und deswegen veranstalte ich auch so gern Lesungen. Hier wird Sprache unmittelbar wirksam, in all ihren intellektuellen und emotionalen Möglichkeiten. Wir können die Welt erhellen, wenn wir mit Leidenschaft über Gelesenes reden. Ja, eigentlich ergeht es mir mit Literatur so, wie Magnesium mit Sauerstoff, kaum reagiere ich mit ihr, beginne ich zu leuchten.

Bei diesen Themen leuchte ich besonders:

  • Literatur aus Ost – und Südosteuropa und aus Georgien
  • Literatur an der Grenze zur Soziologie und Philosophie
  • Deutschsprachige und (ins Deutsche übersetzte) französische Gegenwartsliteratur
  • Geschichte des 20. Jahrhunderts
  • Stadtentwicklung und Verkehrspolitik
  • Suizid in der Literatur
präsentiert von

geboren 2001, studiert seit 2020 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, hat kein Lieblingswort.

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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