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Fempire: Leona Stahlmann & Kristine Bilkau über Ali Smith.

18938340 1635346480412 53d4ef19e387b Fempire: Leona Stahlmann & Kristine Bilkau über Ali Smith.

Zum ersten Mal habe ich mir zwei Gästinnen eingelalden, um über eine unserer gemeinsamen Lieblingsautorinnen zu reden – die Schriftstellerinnen Leona Stahlmann und Kristine Bilkau.

Leonas Debüt Der Defekt hat mich durch seine poetische Kraft und gleichzeitige Sprachverspieltheit total eingenommen und ich kann ihn wirklich jedem empfehlen. Ihr neuer Roman, Diese ganzen belanglosen Wunder erscheint in wenigen Wochen, ich durfte schon mal reinlesen und kann verraten, dass wir uns auch da wieder auf große Sprachkunst freuen dürfen.

Kristine ist Fempire-Wiederholungstäterin, vor ein paar Monaten haben wir hier schon einmal über unsere Liebe zur britischen Schriftstellerin Deborah Levy gesprochen. Inzwischen ist Kristines dritter Roman Nebenan erschienen, den ich nicht aus der Hand legen konnte und in 12 Stunden am Stück gelesen habe. Es ist ein ganz fantastischer, präziser, schmerzhafter Roman, den ich einfach nur jedem Leser und jeder Leserin ans Herz legen kann.

In unserem Gespräch tauschen wir uns über unsere Leidenschaft für die schottische Schriftstellerin Ali Smith aus, die in den vergangenen Jahren vor allem mit ihrem Jahreszeitenquartett hohe Wellen geschlagen hat. Das Jahreszeitenquarett ist ein aberwitziges, poetisches Projekt, in dem Smith versucht, so nah wie möglich an der Gegenwart zu bleiben und quasi in Echtzeit an den Jahreszeiten entlang die Zeit in der wir leben, literarisch zu verarbeiten. Als sie anfing mit diesem Projekt, war das Brexit-Referendum gerade erst angekündigt worden. Was folgte, wissen wir alle und Smith konnte wohl kaum ahnen, was sie alles in ihren Romanen verarbeiten würde müssen – Ströme von Geflüchteten, Brexit, der Aufstieg von Diktatoren, immer häufiger werdende Klimakatastrophen und schließlich auch noch eine Pandemie.

Smith hat mit großer Sprachkraft, Humor, und ganz viel Liebe zu den Menschen ein absolutes, wahnwitziges literarisches Meisterwerk geschaffen. Wir sprechen darüber, welche Bände uns persönlich am nächsten sind, ob und warum Smith eine „writer’s writer“ ist und was diese Bücher mit uns gemacht haben. Spoiler: Smith schafft es mit ihrer Arbeit, uns selbst in diesen unfassbar düsteren Zeiten, ein Licht anzuzünden und Hoffnung zu geben.

Ein kleiner Disclaimer: Leider hatten wir aufgrund der Dreierschalte diesmal ziemliche Technikprobleme und die Tonqualität ist leider streckenweise nicht so ganz gut. Ich hoffe, ihr verzeiht das und könnt das Gespräch trotzdem genießen.

Wenn euch der Podcast gefällt, freue ich mich, wenn ihr ihn teilt, empfehlt, auf Abonnieren klickt und uns bei Instagram unter Fempire_Podcast folgt.

Alles über Ali Smith findet ihr hier.

Alles über Leona Stahlmann findet ihr hier.

Alles über Kristine Bilkau findet ihr hier.

präsentiert von

RASHA KHAYAT, geboren im tiefsten Ruhrgebiet, wuchs in der Wüste von Saudi Arabien auf. Seither führt sie ein Nomadenleben zwischen Wüsten, Städten und Dörfern. Studiert hat sie Vergleichende Literaturwissenschaften, Germanistik und Philosophie, absolvierte ein Volontariat bei einem großen Hamburger Verlag und arbeitet seither als freie AUTORIN.

Im März 2016 erschien ihr erster Roman „WEIL WIR LÄNGST WOANDERS SIND“ im Kölner DUMONT VERLAG. Derzeit arbeitet sie an Roman Nummer zwei.

Rahsha Khayat über Fempire

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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