(c) Lisa Heldmann

WIE SCHNELL UND GRÜNDLICH MAN VERGISST I Weltcafé beim Insert Female Artist Festival

WIE SCHNELL UND GRÜNDLICH MAN VERGISST

Wieviel Platz hat unsere Erinnerungskultur für Autorinnen, für Künstlerinnen im Vergleich zu Künstlern? Darf es nur ‘die eine Künstlerin’ unter vielen Männern geben? Musen weiter welcome? Welche Erinnerungspraktiken haben sich in den jeweiligen Künsten eingeschliffen und wie können diese aufgebrochen werden?

Über diese Fragen konnten die Gäste des Insert Female Artist Festivals im Format des Weltcafés mit den Expertinnen mit Expertinnen Berit Glanz, Gesa Finke, Julia Hitz, Sophie Rieger, Miriam Zeh und Leonie Pfennig aus Film, Bildender Kunst, Literatur, Musik und Archivarbeit ins Gespräch kommen.

Im Folgenden ist der Vortrag, der vor dem Weltcafé stattfand, hörbar.

Berit Glanz

Berit Glanz, 1982 geboren, hat in München, Stockholm und Reykjavík studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Skandinavische Literaturen der Universität Greifswald. Ihre Forschungsscherpunkte sind Medienwandel und Modernisierung im 19. Jahrhundert und digitale Lese- und Schreibverfahren.

Sie war Finalistin beim 24. open mike und Teilnehmerin der Textwerkstatt „Kölner Schmiede“. Für einen Auszug aus ihrem Roman Pixeltänzer wurde sie 2017 mit dem Literaturpreis und dem Publikumspreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.
Ihr Debütroman Pixeltänzer erscheint im Juli 2019 bei Schöffling.

Gesa Finke

Gesa Finke befasste sich mit Fragen von Kanon, Archiv und Gender im Rahmen ihrer Dissertation „Die Komponistenwitwe Constanze Mozart. Musik bewahren und Erinnerung gestalten“ (erschienen 2013 im Böhlau-Verlag).

Aktuell ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Musik und Gender an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und arbeitet an einem Habilitationsprojekt mit dem Titel „Bildlichkeit von graphischer Notation“.

Julia Hitz

Julia Hitz, geboren 1982 in Köln, studierte Geschichte, Völkerrecht und Politikwissenschaften in Zürich. Seit 2009 arbeitete sie als freie Journalistin und Filmemacherin in Berlin und Köln.

Als Teil des Teams der gemeinnützigen Stiftung „FrauenMediaTurm – feministisches Archiv und Bibliothek“ setzt sie sich seit 2018 dafür ein, dass die Frauenbewegung(en) und ihre Akteurinnen als wichtiger Teil deutscher Geschichte sichtbarer werden.

Sophie Rieger

Sophie Rieger ist freie Journalistin, Filmkritikerin und Speakerin mit dem Schwerpunkt „Gender und Film“. Sie betreibt das feministische Online-Filmmagazin FILMLÖWIN, schreibt für verschiedene Auftraggeber_innen und hält Workshops und Seminare, unter anderem auch an der Kunsthochschule für Medien Köln.

2015 und 2016 war sie Mitglied der Nominierungskommission des Grimme Preis, 2017 und 2018 in der Jury des Juliane Bartel Medienpreis.

Miriam Zeh

Miriam Zeh, Jahrgang 1988, studierte Musik, Germanistik und Philosophie in Köln und St. Louis, Missouri. Heute arbeitet sie als Literaturwissenschaftlerin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, außerdem als Literaturkritikerin und Moderatorin fürs Radio, v.a. für den Deutschlandfunk.

Halbjährlich erscheint im Transcript-Verlag die Zeitschrift „Pop. Kultur und Kritik“, die sie seit 2019 mitherausgibt.

Leonie Pfennig

Leonie Pfennig, geboren 1983 in Bonn, lebt als freie Autorin und Redakteurin in Köln. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Europäischen Ethnologie in Berlin arbeitete sie für Galerien, Magazine und Verlage in Berlin und zuletzt am Museum Ludwig, Köln. Sie schreibt regelmäßig für Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Stadtrevue Köln, KubaParis – Zeitschrift für junge Kunst und andere Magazine sowie Essays für Künstler*nnen, Galerien und Institutionen.

Sie ist Gründungsmitglied von And She Was Like: BÄM!, einer Initiative für Frauen* im Rheinland.

Der FrauenMediaTurm (FMT)

ist das umfassendste Archiv zur westdeutschen Frauenbewegung der 1970er und 1980er Jahre.

Es bewahrt ihre Geschichte und schlägt den Bogen von ihren historischen Vorläuferinnen bis zu aktuellen feministischen Strömungen: So dokumentiert der FrauenMediaTurm die historische Kontinuität des Gleichheitsgedankens der autonomen Frauenbewegungen der sogenannten „Radikalen“ der Historischen Frauenbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933) bis zu den Universalistinnen der Neuen Frauenbewegung.

Außerdem kontextualisiert der FMT die feministischen Themen und zeigt auf, welchen umfassenden Einfluss die Frauenbewegung auf die Gesellschaft der Bundesrepublik hatte und hat. Ergänzt wird die Sammlung sowohl mit Material zu Pionierinnen aus allen Zeiten – also rollensprengenden, herausragenden und prägenden Frauen in Politik, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft – als auch zur Emanzipation von Frauen in allen Lebenslagen.

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