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Dramaturgie – Lernen vom Roman

Es gibt zig theoretische Abhandlungen über das Erzählen. Sie nützen wenig. Denn jeder Stoff, sagt der Schriftsteller Moritz Rinke, sucht nach einer eigenen Form. Jeder Stoff muss neu gedacht, erspürt, durchgearbeitet werden. Frei nach Günter Grass: „Das Wagnis, in eine ungeordnete Stoffmasse so etwas wie eine erzählbare Ordnung hineinzubringen, ist für mich ein durch nichts zu ersetzendes Abenteuer.“ Ein zu starres Korsett – in den Worten Walter Benjamins: die „Totenmaske der Konzeption“ – erstickt das Erzählen. Ein flaneurhafter Gang durch Journalismus und Literatur, von Jean Paul – „die Blumenkette der Zeit“ – bis Guttenberg.

Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, studierte Drama, Theater, Medien in Gießen. Seine Reportagen, Geschichten und Essays erschienen in den Bänden Der Blauwal im Kirschgarten und Das große Stolpern. Sein Stück Republik Vineta wurde zum besten deutschsprachigen Stück 2001 gewählt und kam 2008 als Film in die Kinos. Für die Nibelungenfestspiele in Worms schrieb er Die Nibelungen als zeitgerechte Neufassung. 2010 erschien sein Roman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel. Rinke lebt in Berlin.

RTEmagicC rf logo.gif Dramaturgie - Lernen vom RomanVeröffentlichung in Zusammenarbeit mit dem Reporter-Forum: „Das Reporter-Forum ist eine Initiative von Journalisten, die sich nicht damit abfinden wollen, dass Zeitungen und Zeitschriften Leser verlieren, dass in den Redaktionen weniger Zeit bleibt, über Texte zu reden- dass Journalisten zu wenig um neue journalistische Formen ringen, dass in den digitalen Medien zu selten experimentiert wird. Wir wollen den Qualitätsjournalismus stärken, indem wir ihn verbessern, das Reporter-Forum versteht sich als Selbsthilfegruppe und Zukunftslabor. Wir ringen um den Journalismus in seiner Bedeutung für eine lebendige Demokratie, uns ist klar, dass er sich verändern und neuen Lesegewohnheiten anpassen muss, wir wollen daran mitwirken, den Journalismus von morgen zu entwickeln.“

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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