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Let’s talk about money

Irgendwann muss man sich dem stellen, worüber eigentlich keiner reden will: dem Geld. Wir tun es trotzdem. Wir stellen uns den harten Zahlen. Der Künstlersozialkasse, dem Kulturprekariat, der Frage, wann Arbeit zur Ausbeutung wird und ob eine starke Sinnstiftung von Arbeit eine gerechte Bezahlung kompensieren kann.

»Das Prosanova-Festival hat über 100.000 Euro gekostet. Ich habe im Monat ungefähr 800 Euro zur Verfügung. Diese Schuhe von meinem Kollegen haben schätzungsweise 70 Euro gekostet. Für den goldenen Litradio-Bauwagen haben wir null Euro gezahlt. Zum Glück. Wir haben ihn geliehen.«

KSK, Haushaltsplan, Knausrigkeit

Geld regiert die Welt. Und weil es sich reimt, muss es die Wahrheit seit. Mareike Köhler und Magnus Rust betrachten aus ihrer Warte den Literaturbetrieb. Wie kann man in ihm Geld verdienen, welche Strategien braucht man zum Leben, welche Werkzeuge der Selbstverwaltung. KSK, Haushaltsplan, Knausrigkeit? Was ist mit dem viel beschworenen Idealismus in der Kulturbranche, der die oft freien Mitarbeiter zu unbezahlten Überstunden treibt? Selbstkasteiung.

Oder ist die Arbeit im Betrieb nicht einfach das Privileg der deutschen Mittelschicht, die abseits großer monetärer Not, ein Leben führt, in dem es immer heißt: Wird schon gut gehen, ist ja schließlich immer gut gegangen. Naivität oder Optimismus.

Als Gäste stoßen Anke Stelling und Tilman Strasser mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung dazu. Sie berichten davon, inwiefern Geld verbittert, was man am Literaturhaus Köln verdient und wie man als Genossenschaft im Prenzlauer Berg eine Wohnung finanziert. Mit drei Kindern oder als Single im Literaturbetrieb.

Anke Stelling, geboren 1971 in Ulm, studierte am Literaturinstitut in Leipzig, lebt in Berlin. Zuletzt erschien ihr Roman Bodentiefe Fenster, im Frühjahr 2017 folgen Fürsorge und Erna und die drei Wahrheiten (Verbrecher Verlag und cbt). Sie schreibt auch Drehbücher.

Tilman Strasser, geb. 1984 in München, studierte Kreatives Schreiben in Hildesheim. Erhielt u.a. das Literaturstipendium der Stadt München, war u.a. Mitglied der literarischen Boyband Text, Drugs & Rock’n’Roll, veröffentlichte u.a. den Debütroman Hasenmeister (Salis Verlag). Und schreibt ansonsten Artikel (u.a. Tagesspiegel), Drehbücher (u.a. UFA Fiction), Programmtexte (u.a. Literaturhaus Köln). Lebt in Köln, wo er auch veranstaltet und moderiert.

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Redet mit den Einen und über die Anderen.

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

Gegenwart/Literatur