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In dem Moment, in dem wir anfangen zu erzählen, kann alles passieren. In Guido Grafs Vortrag „Kindheit ist eine Lüge der Dichtung“ passiert genau das. Alles? Kann passieren. Zum Beispiel werden viele Autoren zitiert und erzählt: Wir legen uns dazu in das Bett unserer Imagination. Wir importieren falsche Erinnerungen. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte als Entwurf, die in beide Richtungen gelesen werden kann. Wir bedenken die Angst, den Schmerz, die Verlorenheit, aus der Literatur erwächst. Wer sucht nach den brutal gekappten Enden zu seiner Identität? (Kleiner Tipp: Georges Perec.)

Gebrauchsanweisung

Vielleicht versuchen wir einfach, das Erzählen über Kindheit als Gebrauchsanweisung zu lesen. Das Leben Gebrauchsanweisung. Wir backen uns unsere eigene Wunschbiografie. Solange bis unsere Erinnerung zur Spracharbeit wird und erst die Form selbst unser Leben zum Narrativ werden lässt.

Wie hängt ein Leben zusammen? Roland Barthes, Uwe Johnson, Georges Perec und Marcel Proust helfen. Und Guido Graf.