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„Und dazu weht Pazifischer Wind“ – lyrix 2015

Die Preisverleihung des „lyrix“-Wettbewerbs 2015 auf dem 17. Poesiefestival in Berlin ist eine Preisverleihung, wie jede andere: Es gibt viele Reden, Danksagungen, Urkunden an die Preisträger und einiges an Händegeschüttel.

Schönster und interessantester Teil der Veranstaltung: die Gedichte, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in drei kurzen Leseblöcken vortragen dürfen. Beim ersten Aufgang herrscht Verwirrung: wer soll jetzt wie lesen und wann? Doch dann kommt die in verschiedenen Workshops erlernte Selbstsicherheit zurück. Zwischen Spoken Word und Wasserglas bewegen sich die Vortragsweisen – jedoch immer mit Stolz und einem Lächeln auf den Lippen.

Dann geht es mit den Danksagungen weiter, in denen auch immer wieder die politischen Themen gelobt werden, die sich in den Gedichten finden. Und so spiegelt sich der Standpunkt des Poesiefestivals auch im Nachwuchs wieder: Lyrik schreiben heißt sich mit den aktuellen Ereignissen auseinandersetzen zu müssen. Es fällt allerdings auf, dass die Themenvorgaben für die monatlichen lyrix-Wettbewerbe solche „politischen“ Einreichungen geradzu erzwingen.

Und das sind die 12 Preisträger des Wettbewerbsjahres 2015:

ERSTER LESEBLOCK
Victoria Helene Bergemann („Dass ich Apfelsaft mag“)
Laura Bärtle („chronik unserer freundschaft“)
Julia Fourate („Frühlingssinfonie“)
Moritz Schlenstedt („Fischer“)

Moritz-Schlönstedt_Fischer

ZWEITER LESEBLOCK
Aaron Schmidt-Riese („o. T.“)
Tom Bussemas („mousefalle“)
Marie-Celestine Cronhardt-Lück-Giessen („honigsüß“ gelesen von Laura Bärtle)
Jürgen Rauscher („Angst/Mut“ gelesen von Jing Wu)

Aaron-Schmidt-Riese_o.T.

DRITTER LESEBLOCK
Lena Hinrichs („Unpolitisches Stimmungslied“)
Patricia Machmutoff („o. T.“)
Jing Wu („er presse freiheit“)
Ansgar Riedißer („o. T.“)

Patricia-Machmutoff_o.T.


Seit 2008 veranstalten der Deutschlandfunk, der Deutsche Philologenverband und der Deutsche Museumsbund das „lyrix“-Projekt, für das Jugendliche von zehn bis zwanzig Jahren jeden Monat Gedichte zu einem vorgegebenen Thema online einreichen können. Die zwölf Gewinner_innen des Jahres werden anschließend zu einer Reise nach Berlin eingeladen.

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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