A password will be e-mailed to you.

Ein Podcast von und mit Lena Beyer, Lucas Strehle und Max Böttcher

Wir lesen und kommentieren Sexszenen aus der Literatur, damit ihr das nicht mehr müsst:

 

In Ken Folletts „Sturz der Titanen“ bedeutet Nein auch Ja und nicht einvernehmlicher Sex ist kein Thema.

In Gerhard Menschings „Die abschaltbare Frau“ wird ein Mann zum Objekt seiner Sexpuppe.

In Patricia Hempels „Metrofolklore“ sind Nippelschrauber nicht unbedingt Teil der erotischen Mechanik.

In Charles Bukowskis „Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel“ ist Sex die logische Konsequenz aus Suff und Depression.

In Elfriede Jelineks „Lust“ kann sich manch einer nicht zwischen dem Biss ins Schamhaar und dem Fleisch-aus-der-Bauchdecke-reißen entscheiden.

 

 

Außerdem als Add-On die Entscheidungsgeschichte von unserem Live-Auftritt am 04.02.19 hier zum nachlesen und mitmachen:

Original Text: Ken Follett “Sturz der Titanen” S.147 – S.149

Sie standen in der Gardeniensuite neben dem Bett mit seiner Staubdecke und hatten die Arme umeinandergeschlungen. Ethel saugte an Fitz’ Zunge, biss in seine Lippen und leckte seinen Gaumen; gleichzeitig streichelte sie sein Haar, hielt sich an seinem Nacken fest und schob ihre Hand unter seine Weste, damit sie ihm mit der Handfläche die Brust reiben konnte. Als sie sich schließlich atemlos voneinander lösten, nahm sie sein Gesicht in die Hände und hielt seinen Kopf ruhig, während sie ihm ins Gesicht starrte und sagte:

Frage: Soll sie ehrlich sein oder ihn anlügen?

Anlügen → Text A Ehrlich → Weiter im Text

“Du bist so schön.”

Sie beugte sich vor und küsste ihn noch einmal. Fitz ließ sich langsam aufs Bett zurücksinken und zog Ethel mit sich, bis sie auf ihm lag. Sie war schlank und zierlich und wog kaum mehr als ein Kind. Ihr Haar löste sich aus den Nadeln, und Fitz vergrub die Finger in ihren glänzenden Locken.

Frage: Soll er ihr das Bein streicheln oder sie um einen Gefallen bitten?

Bein streicheln → Weiter im Text Um Gefallen bitten → TEXT C

Er begann wieder ihr Bein zu streicheln, und diesmal ließ sie ihn gewähren. Er küsste sie und schob langsam den langen Rock ihres schwarzen Kleides hoch. Sie trug knielange Strümpfe und Unterhosen aus Baumwolle, die ebenfalls bis zu den Knien reichten. Fitz streichelte ihr bloßes Knie, berührte ihre Beine durch den Stoff und schob die Hand zur Gabelung ihrer Schenkel hinauf. Als er sie dort berührte, stöhnte sie und stemmte sich nach oben gegen seine tastende Hand.

“Zieh sie aus”, flüsterte er. “Nein!”

Fitz ertastete das Zugband an der Taille, das zu einer Schleife gebunden war.

Frage: Soll er die Schleife lösen oder ihre Grenzen respektieren?

Lösen → Weiter im Text
Grenzen respektierren → TEXT E

Er löste den Knoten mit einem Ruck.
Wieder hielt Ethel seine Hand fest. “Hör auf.”
“Ich möchte dich nur berühren.”
“Ich will es mehr als du”, entgegnete sie. “Trotzdem, nein.”
Fitz kniete sich aufs Bett. “Wir tun nichts, was du nicht willst, ich verspreche es.” Er fasste den Bund ihrer Unterhose mit beiden Händen und riss den Stoff entzwei. Ethel schnappte vor Schreck nach Luft, erhob aber keinen Einspruch, auch nicht, als Fitz sie mit der Hand erkundete. Augenblicklich spreizte sie die Beine. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete schwer, als wäre sie gerannt. Fitz vermutete, dass noch niemand sie so berührt hatte, und eine leise Stimme riet ihm, ihre Unschuld nicht auszunutzen, doch sein Verlangen war zu heftig, als dass er auf die Stimme gehört hätte.

Er knöpfte seine Hose auf und legte sich auf Ethel.

Frage: Soll Ethel Bedenken, ob einer möglichen Verhütung äußern oder einfach mal was wagen?

Bedenken → Weiter im Text Was wagen → TEXT G

“Nein”, sagte sie.
“Bitte.”
“Und wenn ich ein Kind bekomme?”

Frage: Muss Fitz darüber erst einmal nachdenken oder reagiert er souverän?

Souverän → Weiter im Text
Erst einmal nachdenken → TEXT I

“Ich ziehe ihn vorher raus.”
“Ehrlich?”
“Ich verspreche es”, sagte er und glitt in sie hinein.
Tatsächlich, sie war noch Jungfrau. Wieder meldete sich sein Gewissen, und diesmal war dessen Stimme lauter als zuvor. Er hielt inne. Doch jetzt war es Ethel, die nicht mehr aufhören konnte. Sie fasste seine Hüften und zog ihn tiefer in sich hinein, während sie ihm gleichzeitig den UNterleib entgegen hob. Er spürte, wie irgendetwas riss. Ethel stieß einen spitzen Schrei aus, dann war das Hindernis verschwunden. Als er sich in ihr bewegte, passte sie sich seinem Rhytmus an, stöhnend vor Lust und Schmerz. Sie öffnete die Augen, sah ihm ins Gesicht. “Oh Teddy, Teddy…”, stieß sie hervor, und Fitz erkannte, dass sie ihn liebte. Der Gedanke rührte ihn beinahe zu Tränen. Zugleich erregte sie ihn über alle Beherrschung

hinaus, und sein Höhepunkt kam unerwartet schnell. Voller Hast zog er sich zurück und spritzte ihr mit einem dumpfen Stöhnen, in dem Enttäuschung mitschwang, seinen Samen auf den Oberschenkel. Ethels Körper bebte. Sie legte ihm eine Hand in den Nacken, zog seine Lippen an ihre, schloss die Augen und stieß einen lustvollen Schrei aus. Dann erschlaffte ihr Körper.
Hoffentlich habe ich ihn früh genug rausgezogen, dachte Fitz.

TEXT A

„Du bist alt geworden.“
Sie beugte sich vor und küsste ihn auf seinen zurückgehenden Haaransatz, wie er sich langsam auf das Bett zurücksinken ließ. Ihre Hand rutschte an der Knopfleiste seines Hemdes herab. Ihre Finger trafen die Knöpfe nicht.
„Wie meinst du das?“
Er hatte ihren Atem im Ohr, wie sie sich über seinen Schoß kniete. Ihre Hand wanderte in seinen Schritt.
„Du bist grau geworden.“
Und sie biss ihm in das Ohrläppchen. Ein Schauer durchlief seinen Körper, wie ihre Finger taub an seinem Hosenladen spielten, an ihm scheiterten.
„Dir wachsen Haare aus der Nase.“
Er fühlte das alte Verlangen, irgendwo tief in ihm. Er griff selbst an seinen Hosenladen. Ruckelte am Verschluss.
„Du hast auch Falten“.
Sagte sie und nahm seine Hand und legte sie zwischen ihre Beine. Er fühlte etwas jenseits des der vielen Schichten Stoffs. Lachend stand sie auf, drehte sich vor ihm, die Hände an die Enden ihrer Bluse legend. Fitz spielte mit seinen an der Gürtelschnalle, verlierend.
„Genau wie ich.“ Und zog sie sich über den Kopf. Versuchte es. Blieb mit dem Kopf darin stecken. „Fitz, Hilfe!“ Tönte es stumm aus dem Knäuel.
„Ich kann nicht.“ Rief er, beide Hände in den Knopflöchern seines Hemdes verfangen.
Die Hose, inzwischen durch ungeschicktes Rütteln am Verschluss, bis an seine Knie gerutscht, blockierte ihm alle Möglichkeit, Ethel zur Hilfe zu kommen. Sie kämpfte immer noch halbentblößt, mit ihrem Oberteil, dass ihr um den Kopf geschlungen war. Die einzige Hilfe war jetzt noch:

Frage: Soll das Paar die Pflegerin rufen oder die Magie der alten Zeit wieder aufflammen lassen ?

Pflegerin rufen → Weiter im Text Magie der alten Zeit → TEXT B

„FRAU ANNE!“ Schrie Fitz, gefesselt vom Bett auf den Boden gefallen. „FRAU ANNE!“

„Das hätte ich mir aber auch denken können, dass sie sich wieder in ihrer Hose verfangen, Herr Fitz“, sagte Frau Anne gut gelaunt, als sie die beiden mit der Schere aus ihren Klamotten schnitt. „Soll ich ihnen noch etwas in den Kamin werfen?“
„Nein, danke, dass schaffen wir jetzt schon selber!“, sagte Fitz mit feurigem Blick. Ethel und er taxierten ihre Körper gegenseitig mit unaussprechlicher Lust und gingen langsam aufeinander zu, wie Frau Anne giggelnd den Raum verließ.

„Herr Fitz steht aufrecht zur Benutzung.“

„Das habe ich gemerkt.“
Herr Fitz schritt jetzt zur Benutzung. Und Frau Ethel ihm entgegen. Die Zahnprothesen der beiden kollidierten. Ihre Arme umfingen sich morsch, das Bett knarzte wie ihre Körper, als sie sich sehr langsam darauffallen ließen. Und Frau Anne schloß den Spalt in der Tür. Das wollte sie dann doch nicht sehen.

TEXT B

Er ließ die Hose los, räusperte sich, holte tief Luft.
„My funny valentine“, begann er mit seinem brummigen Bass. „Sweet, Comic Valentine.“ Ethel hielt im Kampf mit der Bluse inne.
„You make me smile with my heart!“
Fitz lächelte, strich sich durchs nicht mehr ganz so volle Haar, watschelte mit der Hose in den Kniekehlen in winzigen Schritten auf Ethel zu.
„Your looks are laughable,“ er schnipste mit den Fingern, „unphotographable“, drehte eine wackelige Pirouette, „yet you’re my favorite work of art!“ Er hielt Ethel die Hand zum Tanz hin. Sie wackelte hilflos im Takt mit den Hüften, die Arme noch immer in ihrer Bluse gefangen. Fitz tappelte die letzten Schritte auf sie zu.
„Is your figure“, er legte die Hand an ihre Taille, „less than Greek? Is your mouth“, drückte einen faltigen Kuss durch den Stoff der Bluse auf ihre Lippen, „a little weak?“ Sie schnaubte, kicherte, und ging dann direkt in ein lungengeschädigtes Raucherhusten über, erholte sich und seufzte. „Ach, Fitzl!“
Fitz lächelte sein Sinatralächeln, das trotz der fehlenden Zähne immer noch die Feuchtigkeit in Ethels Unterhose trieb.
Herzinfarkt, Boom.

TEXT C

„Ethel… Kannst du etwas für mich tun?“
Sie sah ihn aus großen Augen an. Er grub weiter in ihrer weichen Mähne herum. „Es ist mir ein Herzenswunsch.“

Sie stemmte sich empor und blickte ihn neugierig an.

„Du weißt, ich würde alles für dich tun…“

Erleichterung durchströmte ihn. Er schob sie von sich herunter und griff in die Schublade des Nachttischchens. Seine umhertastenden Finger fanden schnell das, was er suchte. „Ich wollte das schon immer mal machen.“

„Willst du mir nicht endlich verraten, worum es geht?“

„Dein Haar, es ist so wunderschön. Es hat genau die gleiche Farbe wie die Mähne meines Lieblingspferdes Maharadscha. Es ist leider viel zu früh von uns gegangen.“ Die Erinnerung an den letzten Moment trieben ihm noch heute Tränen in die Augen. Maharadscha war bei einem sportlichen Polospiel an einer Erhebung gestolpert und hatte sich das Bein gebrochen. Fitz selbst hatte den Abzug gedrückt, um ihm weitere Qualen zu ersparen. Seitdem war sein Leben nicht mehr das Gleiche.

Frage: Soll sie weiter auf ihn eingehen oder ihrer eigenen Lust folgen?

Weiter auf ihn eingehen → Weiter im Text
Der eigenen Lust folgen → TEXT D

Er wandte sich an Ethel, die geduldig auf ihn wartete, während er sich mit seinem Seidentuch die Nase schnäuzte.

„Ich will, dass du das anziehst. Es ist vielleicht ein bisschen groß, aber ich zurre es dir fest.“ Er streichelte ein letztes Mal zärtlich über das weiche Leder und hielt ihr Maharadschas Halfter hin. Ein wenig verwundert nahm sie es und begann es sich über den Kopf zu ziehen. Er half ihr, alle Riemen fest zu ziehen. Er trat zurück und betrachtete stolz sein Werk. Die Ähnlichkeit war frappierend. Erneut traten ihm die Tränen in die Augen, dabei hatte er sich doch so bemüht, sie zurückzuhalten.

„Genauso hab ich es mir vorgestellt.“ Er schniefte laut in sein monogrammiertes Tuch. „Kannst du vielleicht…?“

Aber sie hatte bereits verstanden und ließ sich auf der Staubdecke auf alle viere nieder und begann zuerst zaghaft, dann immer lauter zu wiehern.

Er griff nach den Blumen aus der Vase und hielt sie ihr hin – natürlich mit flacher Hand. Ethel – nein Maharadscha beäugte sie zuerst misstrauisch, dann zupfte er sich einzelne Blumen hinaus und begann drauf rum zu kauen. Seine Zähne malmten unablässig aufeinander und Fitz bekam einen warmen Schauer, der ihm langsam den Rücken hinaufstieg.

Fitz riss sich die Kleidung vom Leib, die Knöpfe seines Hemds sprangen in alle Richtungen und verursachten auf den Fliesen ein leises Klimpern. Sein Glied schnellte aus seinem gekräuselten roten Schamhaar und stand Parade. Maharadscha schnaubte begeistert und trottete auf ihn zu. „Bleib stehen, mein Schimmel!“ Das Pferd gehorchte und Fitz bewunderte die majestätische Krümmung des Halses, die hohe Kuppe, die schlanken Fesseln. Mit festem Schritt ging er auf ihn zu und stieg mit Leichtigkeit auf. Mit einer Hand glitt er durch Maharadschas lockige Mähne, mit der anderen begann er zu masturbieren. Dieses glänzende Fell! Diese wunderschön gerundeten Ohren! Er keuchte und schneller, immer schneller, bis er auf seinen prachtvoll breiten Rücken spritzte. Doch was war das? Ein trockenes Knacksen und Maharadscha brach zusammen. Fitzs Wonne fiel mit ihm in sich zusammen. „MAHARADSCHA!!! NEIIIIIIIIIIIIIIIN.“

TEXT D

„Du Fitz.“ „Ja?“

„Ich weiß nicht, ob ich dafür bereit bin. Ich weiß nicht, ob ​Wir ​dafür bereit sind. Verstehst du?“

„Ja, naja, aber…“

„Deine Zeit wird noch kommen. Deine und Maharadschas Zeit!“ Fitz versuchte vergeblich seine Gefühle zu überspielen, Ethel sah die Niedergeschlagenheit in seinen grauen Augen.

„Wie wäre es, wenn wir es vorerst mit einer meiner Fantasien versuchen? Nur so zur Eingewöhnung. Nächstes Mal bist du dran. Versprochen.“

Mit einem stummen Kopfnicken gab er seine Einwilligung. Begeistert löste sie sich von ihm und griff nach der kleinen Klingel auf dem Nachtisch.

„Was willst du denn nun von der Haushälterin?“, fragte Fitz verwundert, doch Ethel drückte ihm nur den Zeigefinger auf die Lippen. Kaum war das Geleute auf den langen Fluren verhallt, hörten sie schwere Schritte, erst ganz leise, dann immer lauter werdend. Ein paar Sekunden später wurde die Flügeltür aufgestoßen und Fitz Zwillingsbruder Walter betrat nackt wie am Tag seiner Geburt den Raum.

Mit stolz vorgerecktem Glied und einem süffisanten Lächeln auf den Lippen, näherte er sich dem Himmelbett. Ethel stand auf, streifte sich schwungvoll die letzten Stoffreste vom Körper und griff noch in der Laufbewegung nach Walters emporstehendem Mast. Während der unter Ethel raschen Bewegungen schon bald zu stöhnen begann, blickte Fitz traurig auf sein kleineres ab nicht minder steifes Glied. Er wünschte sich so sehr, das alles würde ihn kalt lassen. Seine Mätresse und sein Bruder, das war doch krank. Aber er konnte sich nicht helfen, wie die beiden so dastanden, Walter zurückgelehnt mit halb geschlossenen Liedern und Ethel davor, inzwischen auf den Knien. Er war so erregt wie nie zuvor. Zögernden Schrittes näherte er sich dem Paar. Walters enormes Gemächt verschwand völlig zwischen Ethels feuchten Lippen. Fitz blieb vorerst nichts anderes übrig als sich der eigenen Sache selbst anzunehmen. So schlich er um die beiden herum, unfähig den Blick abzuwenden. Als er die beiden gerade zum zweiten Mal umkreist hatte und sich endlich traute näher an Ethels Hinterteil heranzutreten, stand diese auf, nahm Walter bei der Hand und führte ihn zum Bett. Fitz wollte schon protestieren, seinen rechtmäßigen Platz an Ethels Seite fordern, doch sein Mund blieb stumm. So war es schon immer gewesen. Sein Bruder nahm sich was ihm gefiel und Fitz blieb zurück. Allein. Als die beiden begannen es nach Art der Hofhunde zu treiben, konnte Fitz nicht mehr an sich halten. Mit einem Kampfschrei wollte er sich in das Getümmel werfen, kam Schritt um Schritt näher, bis er nur noch eine Handbreit von Ethels wippenden Brüsten entfernt war. Da trafen sich ihre Blicke. In Sekundenbruchteilen changierten ihre

Gesichtszüge von Ekstase zu Ekel. Mit Abscheu starrte sie Fitz entgegen, löste, ohne den Rhythmus zu verlieren, die rechte Hand aus dem umkrallten Laken und stieß ihm gegen die Stirn. Von der Wucht des Stoßes überrascht stolperte Fitz über die eigenen Füße, schlug nach hinten um, knallte mit dem Kopf auf die bloßen Dielen und sein Gesichtsfeld färbte sich schwarz. Schweißgebadet erwachte er…

TEXT E

Seine Hand verharrte dort einen Moment, er musste schlucken.

“Hör auf.”

Er fuhr den Stoff des Bundes mit dem Daumen ab, zögerte, spürte das Beben ihrer Haut.

“Fitz”, flüsterte sie, “Bitte.”

Ihre Hand kroch seinen Arm entlang, löste seine Finger von ihrem Schenkel.

“Ich kann nicht, Fitz.”

Frage: Erklärt Ethel warum oder lässt sie es bleiben?

Sie lässt es bleiben → Weiter im Text

Erklärt warum → TEXT F

Seine Fingerspitzen zitterten, als sie die Wärmer ihrer Beine verließen. Er wollte sich an sie pressen, wollte ihren Körper zu sich herabzerren, die Hände in ihre Haut krallen.

“Ich möchte dich nur berühren”, stieß er hervor, doch spürte bereits, dass es zwecklos war. Sie wollte nicht. Das wurde ihm klar, während sie sich von ihm wegrollte. Sie wollte nicht. Lag es an ihm?

TEXT F

Sie schob ihn so kraftvoll von sich herunter, dass er fast vom Bett fiel. Sie richtete sich auf und sah auf ihn herunter: “Fitz, du verstehst es einfach nicht. Ich hab dir schon tausendmal gesagt, dass dieses Band meinen Ober- und Unterkörper zusammenhält, seit ich als Kind in die Kreissäge gefallen bin. Wenn du da ziehst, gibts ne ganz große Sauerei und dann hilft dir deine Staubdecke auch nicht mehr.”

Er hob an, aber sie kam ihm zuvor.
“Langsam hab ich auch keinen Bock mehr!”
Sie griff nach ihrer Pfeife auf ihrem Nachttisch und zündete sie an.
“Mann Sorry, Etthi. Ich bin einfach nur gestresst. Arbeit war kacke heute und du lässt mich auch nicht ran und….”
Sie hüllte sich in dichten Qualm.
“Komm schau, sei nicht böse.”
Er stupste ihren Fuß an, bekam aber nur ein Brummeln zurück.
“Woll ma lieber was auf Netflix gucken?”
Ihre Hand griff durch den Rauch und warf ihm die Fernbedienung zu.
Danke, Netflix, Danke, dachte Fitz und lehnte sich zurück.

TEXT G

„Ja und nun?“, fragte Ethel, während sie ihr Becken ungeduldig gegen sein Glied presste.

„Naja also jetzt muss ich da irgendwie in dich rein, also hier so in etwa“, sagte Fitz, zog seine, zwischen ihren warmen Bäuchen klemmende Hand hervor und deutete eine kreisende Bewegung in der Hüftregion an. Für einen kurzen Moment lagen sie schweigend und steif wie Bretter aufeinander, bis Ethel ihre Ungeduld nicht mehr zügeln konnte und ein erneutes „Ja dann los“ ihren Lippen entfahren ließ. Fitz straffte die Schultern, schüttelte kurz und energisch den Kopf, wie um sich selbst aufzuwecken und lies seine Beine schließlich an ihren Schenkeln nach außen gleiten. Fast schon panisch versuchte er nun sein – nicht mehr ganz so steifes – Glied in sie hinein zu manövrieren.

Nach dreieinhalb vergeblichen Versuchen und unter Ethels irritiertem Blick, stieß er schließlich hervor: „Es geht nicht, irgendwie…, also ich komm nicht dran“

„Ist er vielleicht zu kurz?“ Fragte Ethel mehr besorgt als verärgert.

„Nein, also ich weiß nicht, vielleicht.“, konstaniert blickte er zwischen ihrem Kinn und Brustansatz hin und her. „Vielleicht andersherum. Vielleicht müssen deine Beine nach außen.“

Zögerlich beginnend, aber mit jedem Wort entschlossener werdend sprach Ethel das aus was ihr bereits seit einigen Minuten dämmerte:

„Sag mal Fitz, kann es sein, dass du das hier noch nie gemacht hast, also kann es sein, dass du eventuell noch Jungmann bist?“

„Nein, ja, also ich meine“, stotterte er los und sie meinte kleine Schweißperlen an seiner Schläfe ausmachen zu können, „ich hatte schon, also mit der Magd in der Speisekammer, also fast… Nein, okay, die Antwort ist nein. Also ich meine Ja ich bin noch Jungma…, argh Jungfrau und ich hab das hier alles noch nie gemacht. Zufrieden?“

Frage: Soll Ethel Fitz entjungfern oder hat sie keine Zeit für Kinderkram?

Keine Zeit für Kinderkram → Weiter im im Text

Entjungfern → TEXT H

„Ach Fitz“, sagte Ethel zärtlich, „das macht doch nichts. Oder sagen wir besser, du findest bestimmt jemanden, dem das nichts macht. Aber ich, und das tut mir wirklich Leid, hab für sowas einfach keine Zeit. Ich habe einen Job, einen Haushalt zu führen und eine Partei zu unterstützen. Ich kann nicht auch noch einen kleinen Jungen zum Männlein machen. Sorry Fitz, wir wollen einfach verschiedene Dinge und ich für meinen Teil brauche einfach einen erfahrenen Liebhaber.“ Mit dem letzten Satz drückte sie ihn sanft, aber bestimmt von sich und stand auf um ihre Kleider aufzulesen. Im Türrahmen drehte sich Ethel noch einmal zu ihm um. Sie lies ihren Blick über die magere Gestalt mit dem schlaffen Glied wandern, lächelte noch einmal aufmunternd, wie die Mutter zum Kind, das sich ein Knie aufgeschlagen hat und verließ ohne ein Wort des Abschieds die Gardienensuite.

TEXT H

„Und nun?“ Ihr Blick trug ihm Schuld auf, und wie er an sich heruntersah, zeigte sie auf das, was ungelenk zwischen seinen und ihren Beinen ruhte. „Was sollen wir jetzt damit machen?“ Sie beide setzten sich auf.
„Naja, ich denke, wir können es ja –„

„Ruhig angehen? Fitz, ich möchte das – und zwar jetzt.“
Sein Blick lag auf seinem ungehorsamen Glied, mit dem er selbst bei Gehorsam nicht umzugehen wusste. Sie griff danach, sein schlaffer Penis lag in ihren kalten Händen. Ihm fröstelte, während sie mit ruckartigen Handbewegungen versuchte, seinem besten Stück Leben einzuhauchen. Warum hatte er den Kamin nicht anmachen lassen?
„Lass das, ich mach das selbst – lass es uns selbst machen.“
„Und dann?“
„Dann machen wir das hier gemeinsam.“
Er fasste sich an, fühlte seinen Penis in seiner Hand liegen: weich und schwammig, ausgekühlt von den letzten Reibungsversuchen. Er wusste, jetzt musste alles klappen. „Meine Hände sind ja ganz kalt.“
Sagte sie, nachdem sie versucht hatte, sich selbst anzufassen – und setzte sich mit nackten Hintern auf ihre Hände, um sie zu wärmen. Er schwieg und schob langsam seine Vorhaut hoch und herunter. Da saß sie, nackt vor ihm, er betrachtete ihre Brüste, durch die eng angelegten Arme seltsam ausgestelllt, ihren geschwungenen Hals, auf ihrem Gesicht rote Schatten, unklar, ob durch Kälte oder Lust gezeichnet. Langsam kam Leben in ihn zurück. Er hatte es fast, atmete schwer durch die Nase aus und ein.
Sie sah ihn an und er glaubte, so etwas wie Freude zu erkennen.
Er erhob sich, kroch in ihre Richtung, und sie zog ihre Hand unter sich hervor, griff in seine Richtung und umklammerte seinen Schmutzgeneral mit ihrer eiskalten Hand und sagte: „Und nun?“
„Tu ihn in dich“
„Wohin?“
„Da unten halt.“
„Aber –
„In etwa so?!“
„Au.“
„Alles okay?“
„Au. Nein.“
„Okay, ich versuch rauszu“
„Was heißt du versuchst?“
„Ich glaub, ich steck fest.“
„Na toll“

TEXT I

Er stützte die Hände neben ihrem Kopf ab und hielt inne. Auf diese Frage war er nicht vorbereitet, wenngleich sie ihn seit seinem vierzehnten Geburtstag beschäftigte: Wäre er bereit, eine solche Verantwortung zu tragen – die täglichen Pflichten, nicht nur seinem Kinde gegenüber, sondern auch Ethel – Ethel, die er ehelichen müsste, um ihrer beider Ansehen zu bewahren und – was seine Eltern wohl sagen würden! -, zudem, die finanzielle Belastung – Was für Folgen dies auf seinen Alltag, seine Work-Life-Balance hätte –

Fitz begann schwer zu Atmen. Ethel suchte, zögerlich, seinen Blick. „Fitz? Ist alles in Ordnung?“

– und dann die Vorbildfunktion, die väterliche Vorbildfunktion – seinem Kind die Tugend und Moral anerziehen, welche ihm in seiner eigenen Vergangenheit gefehlt hatte – die Liebe und Nähe, die ihm nie entgegen gebracht wurde – welch einen Einfluss, oh Gott welch einen Einfluss er auf die seelische Gesundheit des Kindes hätte –

„Fitz?“ Ethel stützte sich auf die Ellenbogen und richtete sich auf.

– er war ja beileibe kein perfekter Mensch, nein, sogar voller Fehler, wie sollte, wie konnte er denn da diese Herausforderung, diese Aufgabe auf sich nehmen – all dieses Vertrauen, welches sein Sohn in ihn haben würde – Oh Gott – SEIN SOHN!

Auf Fitz Stirn sammelten sich Schweißperlen. Ethel starrte ihn an.

Geboren in eine Welt, die er sich nicht hatten aussuchen können, geboren in ein Leben, eine Gesellschaft, die ihn für jeden der Fehler mitstrafen würde, den sein unzuverlässiger, gebrochener Vater in seinem armseligen, nutzlosen Leben begangen hatte – all das Leid, die Demütigung, und dann, oh Himmel, Was für eine Welt das sein würde – all die Kriege, all der Tod – Trump – der KLIMAWANDEL!

Über Ethel brach Fitz in Tränen aus. Sie setzte sich nun endgültig auf, eine milde Ungeduld im Blick. „Ach nun aber, Fitz.“

– Krisen, Krisen, all die Krisen! Oh Himmel, was hatte er getan – „Fitz, das ist jetzt aber doch ein wenig arg.“

– das arme arme Kind, und er – ER – hatte es in die Welt gesetzt –

„Ich kann ja verstehen, dass all die Verantwortung dir zusetzt, Fitz, aber -“
Fitz heulte auf und warf sich Ethel an die Brust, seine Stimme wurde von einem lauten Schluchzer gebrochen.

„Was habe ich getan!“

Die Website weist technische Schwierigkeiten auf.