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Der Sinn steht immer nicht fest

Stephane Mallarmé Epreuve_coup_de_dé
Stephane Mallarmé Epreuve_coup_de_dé

Die Veranstaltung vom 26. April 2012 war gleich ein zweifacher Auftakt: Sie eröffnete die Konferenz „Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in der Schweiz. Traditionen, Herausforderungen, Perspektiven“ und leitete das Projekt Forschungswerkstatt Schweizer Lyrik“ ein. Im Zuge eines Gesprächs mit Prof. Dr. Marco Baschera stellte Felix Philipp Ingold sein neuestes Buch Als Gruß zu lesen Russische Lyrik von 2000 bis 1800 (Dörlemann 2012) vor. Mit dieser Anthologie russischer Lyrik verfolgt Ingold zwei Ziele: Einerseits ist das Buch eine Einführung in neuere russische Poesie, in der man auch marginalisierte Autoren entdecken kann. Andererseits wird das gängige Konzept der Anthologie hinterfragt und konterkarieret. Zum Beispiel wird die Chronologie umgekehrt und jeder Autor ist nur mit einem Gedicht vertreten. Felix Philipp Ingold erläutert anschliessend seine sogenannten Oberflächenübersetzungen. Im 1984 erschienenen Gedichtband Fremdsprache. Gedichte aus dem Deutschen (Rainer Verlag) übersetzte der Autor Gedichte der deutschen Poesie ins Deutsche. Dabei suchte er für jedes Wort eine lautliche Entsprechung. Nach einer Lesung aus Fremdsprache widmete sich die Veranstaltung Ingolds (Nach)Dichtung von Stéphane Mallarmés Un coup de dés. In „fünfzehn Würfen“ konzentriert sich Ingold auf einzelne Wörter und ihre Vernetzung im Gedicht.

Felix Philipp Ingold wurde am 27. Juli 1942 in Basel geboren und studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in Basel und Paris. Er arbeitet als Publizist, Übersetzer, Schriftsteller und Journalist und war Professor für Kultur- und Sozialgeschichte Russlands an der Universität St. Gallen. Felix Philipp Ingold erhielt zahlreiche Preise für sein Schaffen, unter anderem den Großen Literaturpreis des Kantons Bern (1998), den manuskripte-Preis (2001), den Ernst-Jandl-Preis (2003) und den Preis für Übersetzung als Poesie (Erlangen 2005).

 

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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