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Schon der erste Satz ist eine Wucht … – Juan S. Guse

Pelusa

“Wie hier die Balance gehalten wird zwischen Unheimlichkeit und einer manchmal witzigen Absurdität; und wie die genauen, auch von der Wortwahl her ausgefallenen Beschreibungen die Realität zunehmend in Richtung Traum / Alptraum verschieben, das ist ungewöhnlich, anspruchsvoll und zugleich aber eben auch von untergründiger Spannung. Eine Figur, die sich erst Gedanken macht, ein Tier zu verarzten und zu retten, es dann aber kaltblütig erschlägt, um es zu erlösen: So eine Figur macht neugierig, weil sie unbekannt und mehrdimensional wirkt.”

“Schon der erste Satz ist eine Wucht: syntaktisch komplex, aber klar; inhaltlich wird dabei genau jene Stimmung heraufbeschworen, die im Folgenden immer mehr verdichtet wird, am Ende zu einem surreal-kunstvollen Schlussbild, aber auf den Seiten davor ohne jeden billigen Effekt oder Klischees”, so beschrieb Thomas von Steinaecker, Mitglied der Jury des 20. open mike, Juan S. Guses Siegertext.

“Es ist die helle Freude. Ein Lehrstück über die Bauchmuskelbewegungen, die es braucht, um einem Text das Lachen zu verkneifen. Subtile Kontraktionen zwischen Pathos und Bathos, zwischen wahnwitzigen Würfen und präziser Detailarbeit.” (Victor Kümel)

Juan S. Guse, geboren 1989 in Seligenstadt am Main, Literaturstudium, Mitherausgeber der BELLA triste.

 

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