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Aus der Kölner Bucht: Jürgen Becker

Von Hpschaefer www.reserv-art.de - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8739447
Von Hpschaefer www.reserv-art.de - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8739447

Sie prägen seit Jahrzehnten die deutsche Dichtung und beeinflussten Generationen von Lyrikern. Die Reihe der Literaturwerkstatt Berlin gibt den Klassikern der Gegenwartslyrik das Wort. Sie stellt jene Autoren vor, ohne die die deutschsprachige Lyrik nicht das wäre, was sie heute ist.

Jürgen Becker (*1932 Köln) ist einer der angesehensten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Er schreibt Prosa und Hörspiele, die Lyrik aber ist bis heute das Herzstück seines Œuvres. Seine Gedichte zeichnen sich aus durch ihre unaufdringliche Sprachkraft, von der bereits die Titel seiner Einzelbände zeugen: »Das Ende der Landschaftsmalerei« (1974), »In der verbleibenden Zeit« (1979), »Das Gedicht von der wiedervereinigten Landschaft« (1988), oder »Dorfrand mit Tankstelle« (2007). Es ist nichts Auftrumpfendes in diesen Texten, den großen Themen nähert sich Becker von den Rändern her. Sein Tonfall ist lakonisch-konstatierend. In einigen seiner Verse ist der Maler, der er einmal werden wollte, unverkennbar. Bewundernswert ist die Beharrlichkeit und Präzision, mit der Becker die vermeintlich unauffälligen Dinge betrachtet oder den Stimmungen zwischen zwei Zuständen nachspürt. Seine Gedichte sind immer auch Naturlyrik, er verzichtet allerdings auf das Beschauliche. Es geht vielmehr um die Ablagerungen von Geschichte in der Landschaft, um die Spuren vergangener Verheerungen, die in der Sprache des Dichters wieder sicht- und hörbar gemacht werden. Der Schriftsteller Jürgen Schimmang nennt Beckers Gedichte schlicht »wunderschön«. Dem ist nichts hinzuzufügen.

In Lesung und Gespräch: Jürgen Becker (Autor, Köln);  Moderation: Thomas Böhm (Literaturwissenschaftler, Berlin).

Die Sendung der gelesenen Gedichte erfolgt mit der freundlichen Genehmigung des Suhrkamp Verlags. (Jürgen Becker: Aus der Kölner Bucht. Gedichte. 2009. //  Dorfrand mit Tankstelle. Gedichte. 2007. // Das Ende der Landschaftsmalerei. Gedichte. 1974. © für alle Bände: Suhrkamp Verlag Berlin.)

       

präsentiert von
Guido Graf
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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

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