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Das zweite Meer

Andreas Altmann
© Christoph Möller / Litradio

Im neuen Band »Das zweite Meer« (poetenladen Leipzig 2010) von Andreas Altmann ist von Landschaften die Rede. Sie werden erinnert, gesehen, sie verwandeln sich in Bilder, sie legen den Weg zurück vom Schauen in die Worte. Andreas Altmanns Texte sind unabhängig von Moden, seine Stimme ist einzigartig und im hohen Maße melodisch. Zumeist sind es Winterlandschaften, die er zeichnet. Bäume und Vögel leben da, Wurzeln besiegen den Stein. Es sind versehrte Gegenden, geprägt von menschlicher Geschichte, von Bunkern und bröselndem Beton, von Schienen, auf denen schon lang kein Zug mehr gefahren ist. Und das zweite Meer? Ist es vielleicht das erinnerte Meer, das Sandmeer, das Erd-, das Wiesenmeer? »Altmann setzt ein anmutiges Spiel in Gang, das Wörter setzt wie Wasserfarbschattierungen und mit ihnen malt, bis sich der Klang einem neuen Sinn ergibt. … Entstanden sind wunderbare, synästhetisch flirrende Wort-Aquarelle aus den Zwischenbereichen von Echo, Spiegel und Memoria.« (Angelika Overath in der NZZ)

In Lesung und Gespräch: Andreas Altmann, Dichter, Berlin. Moderation: Nico Bleutge, Autor und Literaturkritiker, Berlin.

Andreas Altmann (*1963 Hainichen) war Schriftsetzer, Orchesterwart, Straßenreiniger, er studierte Sozialpädagogik und arbeitet heute als Betreuer geistig behinderter Menschen. Er veröffentlichte sieben Gedichtbände, zuletzt 2004 »Augen der Worte«, 2005 »das langsame ende des schnees« (beide Rimbaud Verlag), »Gemälde mit Fischreiher«, illustriert von Bettina Haller (Sonnenberg-Presse 2008) und 2010 »Das zweite Meer«. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Christine-Lavant-Lyrik-Preis 1997 und dem Erich-Strittmatter-Preis 2004.

Poesiegespräche bieten die Möglichkeit eines tiefen Einblicks in Schreibstätten und Konzepte von Dichtern, zumal wenn es um deren neuestes Buch geht. Nico Bleutge, selbst Dichter, moderiert als kritisch begleitender Gesprächspartner die Veranstaltung dieser Reihe.

„Das zweite Meer“ ist 2010 im Verlag des Poetenladens erschienen. Die Sendung der gelesenen Gedichte erfolgt mit seiner freundlichen Genehmigung. (Andreas Altmann. Das zweite Meer. Gedichte. © poetenladen 2010, Leipzig.)

 

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Kultur, Medien und Gesellschaft

Der Literarische Salon ist ein Forum für Kultur Medien und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover und verbindet Kultur, Wissenschaft und Technik.
Der Literarische Salon bietet als Schnittstelle zwischen Universität und Außenwelt allen Interessierten die Gelegenheit, das Kulturgeschehen als einfallsreiche und lebendige Gesprächskultur wahrzunehmen. Im 14. OG des ehemaligen Conti-Gebäudes werden Personen und Themen aus den Bereichen Literatur, Wissenschaft, Medien, Theater, Film und Kunst vorgestellt – in ungezwungener Atmosphäre, durch Lesungen, Vorträge, moderierte Gespräche und nicht zuletzt durch den Austausch zwischen Gästen und Publikum.

Der Salon wird seit April 1999 von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Stiftungen sowie privaten Förderern unterstützt. Seitdem finden die Veranstaltungen des Salons unabhängig von den Semesterzeiten statt.

www.literarischer-salon.uni-hannover.de

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